10.01.2013
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Börse
Dax schließt nach EZB-Entscheid im Minus

Börse Frankfurt: Der Dax notiert am Donnerstag fest über der Marke von 7700 Punkten.
AFP

Börse Frankfurt: Der Dax notiert am Donnerstag fest über der Marke von 7700 Punkten.

Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi sowie starke Handelsdaten aus China hatten den Dax zunächst angetrieben. Da im späten Handel die Gewinne an der Wall Street jedoch abbröckelten, fiel der deutsche Leitindex zurück ins Minus. Bankaktien und BMW gehörten gegen den Trend zu den Gewinnern.

Frankfurt am Main - Das Nein der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer baldigen Zinssenkung hat dem Euro am Donnerstag den Rücken gestärkt. Da auch eine Auktion spanischer Anleihen überraschend gut lief, setzten Anleger auf die Gemeinschaftswährung und trieben sie deutlich über die Marke von 1,32 Dollar.

Dem Dax Chart zeigen ging dagegen im Zuge schwächelnder US-Börsen die Puste aus, er beendete den Tag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 7708,47 Zählern.

EZB-Präsident Mario Draghi machte auf der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz klar, dass der Schlüsselzins bei 0,75 Prozent bleibt und sich daran auch nicht so bald etwas ändern wird. Die Zinsentscheidung sei einstimmig gefallen. Draghi sagte, er sehe viele Anzeichen für eine Verbesserung der Lage in der Euro-Schuldenkrise. Das Marktvertrauen habe sich "signifikant erhöht". Die wirtschaftliche Schwäche in der Euro-Zone werde sich 2013 zwar fortsetzen.

Doch werde das Wachstum schrittweise Fahrt aufnehmen. "Mit seinen etwas zuversichtlicheren Aussagen zur Konjunktur und zur Situation an den Finanzmärkten ist eine weitere Zinssenkung erst einmal unwahrscheinlicher geworden", sagte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der HSH Nordbank. "Das hat dem Euro mit Sicherheit geholfen. Relativ optimistisch hat Draghi sich auch zur Finanzsituation der Banken geäußert."

Der Euro Chart zeigen kletterte auf bis zu 1,3222 Dollar nach 1,3063 Dollar am Vorabend in New York.

In New York notierte der Dow Jones Chart zeigen mit den 30 Standardwerten 0,1 Prozent fester bei 13.398 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,2 Prozent auf 1463 Zähler vor. Der Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 3103 Punkte. An der Wall Street begründeten Händler die relativ schwache Kursentwicklung mit charttechnischen Faktoren, da sich der S&P 500 einem Fünf-Jahres-Hoch und damit einer Widerstandsmarke nähere.

Etwas gestützt wurden die Kurse auf beiden Seiten des Atlantiks neben den Aussagen Draghis von einem überraschend kräftigen Anziehen der chinesischen Exporte. Die daraus resultierenden Spekulationen auf eine deutlich bessere Konjunkturentwicklung in China trieb auch die Preise für Industriemetalle an: Aluminium verteuerte sich um 1,8 Prozent. Am Rohölmarkt legte der Preis für die Sorte Brent um 0,5 Prozent auf 112,33 Dollar je Barrel zu.

Am Rentenmarkt gab es einen Run auf spanische Staatsanleihen - sowohl am Primär- als auch am Sekundärmarkt. Denn die Regierung in Madrid sammelte mit 5,8 Milliarden Euro bei den Investoren mehr Geld ein als geplant. Börsianer sprachen von einer starken Auktion. Am Sekundärmarkt sanken daraufhin die Renditen der zehnjährigen spanischen Anleihen unter fünf Prozent und lagen damit so niedrig wie seit März 2012 nicht mehr.

Nokia haussiert

Unter den europäischen Aktien ragten die Titel von Nokia Chart zeigen heraus. Die krisengeschüttelten Finnen kehrten im vierten Quartal dank einer guten Nachfrage nach ihren Lumia-Smartphones in der Handysparte in die Gewinnzone zurück. Die Nokia-Aktie schoss um bis zu 18 Prozent nach oben und schloss elf Prozent fester bei 3,32 Euro - dem höchsten Stand seit Mai 2012.

Finanztitel erneut gefragt

Auf der Gewinnerseite standen auch die Aktien vieler Banken. Deutsche Bank legten 1,2 Prozent zu, Commerzbank standen mit einem Plus von 3,2 Prozent an der Dax-Spitze. Händler verwiesen auf die Verlängerung der Fristen für den Aufbau von Liquiditätsreserven durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht am Wochenende

Die Dax-Verkaufsliste wurde angeführt von den Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Minus von 2,6 Prozent. Auch die Titel seines Mutterkonzerns Fresenius gaben um 1,9 Prozent nach. Dazu trug auch ein Kommentar der Analysten der Credit Suisse bei, die ihre Kursziele für beide Titel gesenkt und für FMC auch ihre Kaufempfehlung kassiert hatten.

Zu den größten MDax Chart zeigen -Gewinnern zählten die Anteilsscheine von MAN Chart zeigen . VW will die Allianz von MAN mit ihrer anderen Lkw-Tochter Scania vorantreiben und kündigte einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MAN an. Den übrigen MAN-Aktionären will VW ein Abfindungsangebot machen. MAN-Titel stiegen um 3,5 Prozent. Die Aktien von Scania beendeten den Handel in Stockholm mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent.

rei/dpa-afx/rtr

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