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08.01.2013
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70 Prozent Kursplus
Zocker spielen mit Solarworld

Spekulanten spielen mit Aktien von Solarworld: Seit Jahresbeginn ist der Titel um gut 70 Prozent gestiegen - mit zwischenzeitlich zweistelligen Einbrüchen
Corbis

Spekulanten spielen mit Aktien von Solarworld: Seit Jahresbeginn ist der Titel um gut 70 Prozent gestiegen - mit zwischenzeitlich zweistelligen Einbrüchen

Keine Aktie für schwache Nerven: Die Titel von Solarworld haben unter extrem starken Schwankungen erneut zugelegt. Der Aktienumsatz ist viermal so hoch wie der von Deutscher Telekom und Eon zusammen. Händler haben nur eine Erklärung für die drastischen Kursausschläge.

Frankfurt am Main - Mit kräftigen Kursausschlägen haben die Aktien von Solarworld Chart zeigen am Dienstag erneut für Aufsehen gesorgt. Die im TecDax Chart zeigen notierten Titel setzten ihre Kursrally fort und stiegen bis zum Xetra-Handelsschluss um weitere 8,7 Prozent auf 1,80 Euro.

Damit haben Solarworld-Aktien seit Jahresbeginn 2013 gut 70 Prozent an Wert gewonnen. In den zwei Jahren zuvor waren die Titel jedoch auch eingebrochen.

Erneut waren die Kursschwankungen enorm, da spekulative Daytrader die Aktie längst für sich entdeckt haben. Die Aktie der Solarfirma stieg am Dienstag Vormittag zunächst um bis zu 11 Prozent auf ein Achtmonatshoch von 1,84 Euro, drehten dann kurzzeitig 6 Prozent ins Minus und notierten wenige Minuten später wieder im Plus, das sie bis Handelsschluss auf knapp 9 Prozent ausbauten.

Dabei wechselten innerhalb der ersten halben Handelsstunde fast vier Mal so viele Solarworld-Papiere Chart zeigen den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag. Der Aktienumsatz war auch fast vier Mal so hoch wie derjenige der beiden Dax-Werte Deutsche Telekom Chart zeigen und Eon Chart zeigen zusammengerechnet.

Handel von Zockern dominiert

Der Handel mit Solarworld-Titeln werde von sehr spekulativ orientierten Anlegern dominiert, sagte ein Händler. DZ Bank-Analyst Sven Kürten warnte, die Rally der vergangenen Tage sei nicht nachhaltig. Die Milliardeninvestitionen des Starinvestors Warren Buffett in die US-Solarbranche hätten keinen direkten Auswirkungen auf Solarworld.

Außerdem seien weitere Subventionskürzungen wahrscheinlich, meinte Kürten. Er bekräftigte seine Verkaufsempfehlung für die Aktie.

Im Jahr 2012 war der Kurs war der Kurs von Solarworld Chart zeigen um knapp 70 Prozent eingebrochen, so stark wie zuletzt im Jahr 2002.

rei/rtr

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