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31.12.2012
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Aktien, Euro, Öl
US-Haushaltsstreit belastet Märkte

Händler in London: Positive Konjunkturdaten aus China halten die Verluste in Grenzen
REUTERS

Händler in London: Positive Konjunkturdaten aus China halten die Verluste in Grenzen

In Deutschland sind die Börsen zu Silvester geschlossen, in London und Paris wurde dagegen noch gehandelt. Die Hängepartie in den USA lässt die Kurse fallen, auch der Euro gibt am letzten Handelstag des Jahres nach.

Paris/London - Die europäischen Börsen haben am letzten Handelstag des Jahres 2012 unterschiedlich geschlossen. Vor allem der Haushaltsstreit in den USA lastete auf den Kursen. Die Handelsvolumina waren sehr niedrig. Der EuroStoxx 50 Chart zeigen erholte sich nach anfänglichen Verlusten und schloss bei 2633 Punkten. Bislang ist der europäische Auswahlindex in diesem Jahr um mehr als 13 Prozent gestiegen. An den deutschen Börsen wird am Silvestertag nicht gehandelt. Sie feierten den Jahresschluss bereits am vergangenen Freitag mit einem fulminanten Jahresplus von fast 30 Prozent.

Die Sorge über den US-Finanzstreit dämpfte die Stimmung an den Börsen am Silvestertag. Sollten sich in den USA Demokraten und Republikaner nicht auf eine Lösung zur Umgehung massiver automatischer Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen zum Jahreswechsel einigen, droht die Wirtschaft der USA nach Auffassung von Ökonomen in eine Rezession zu fallen. Der Sturz über die sogenannte Fiskalklippe hätte dann auch Folgen für die globale Wirtschaftsentwicklung.

In Paris stieg der Cac 40 an diesem Montag um 0,6 Prozent auf 3641 Zähler. Für den britischen FTSE 100 Chart zeigen ging es dagegen um 0,5 Prozent auf 5897 Punkte abwärts. Die Börsen hatten nur einen halben Tag geöffnet. Auch in den Benelux-Staaten, Spanien und Irland wurde am Montag in Europa noch gehandelt. Die US-Börsen öffnen ebenfalls.

Positive Konjunkturdaten aus China

Dass sich die Verluste in Grenzen hielten an diesem letzten Handelstag, begründeten Börsianer vor allem mit den aktuellen Konjunkturdaten aus China. Dort hatte sich die Stimmung unter den Einkaufsmanagern im verarbeitenden Gewerbe stärker aufgehellt als erwartet. In der Branchenübersicht taten sich in Europa zunächst Bankenwerte als schwächste Branche hervor.

In Asien waren am Montag nur wenige Börsen geöffnet. Während in Japan, Südkorea und Taiwan kein Handel stattfand, waren die Märkte in Australien, Hongkong und Singapur halbtags geöffnet. Die australische Leitindex schloss 0,5 Prozent im Minus. Im Gesamtjahr stieg der Index dennoch um 14,6 Prozent - der größte Jahresgewinn seit 2009.

Die Singapurer Börse verlor am Montag 0,8 Prozent, auf Jahressicht verbuchte der Index jedoch ein Plus von 20,6 Prozent. Trotz guter Konjunkturdaten von der chinesischen Industrie ging der Hongkonger Hang Seng Index kaum verändert aus dem Handel. Auch für diesen Index war es das beste Jahr seit 2009. Von den guten Aussichten für die chinesische Wirtschaft profitierte vor allem die Shanghaier Leitbörse, die am letzten Tag des Jahres 1,6 Prozent zulegte und damit aufs Jahressicht 3,2 Prozent gewann.

Euro verliert leicht

Der Euro Chart zeigen gab leicht nach. Die Gemeinschaftswährung notierte am Montagvormittag bei 1,3191 Dollar nach 1,3216 Dollar zuletzt in den USA. Der Stillstand im US-Etatstreit kommt eher dem Dollar zu Gute, der dann als sicherer Hafen und hochliquide Währung höher im Kurs steht als risikoreichere Devisen wie die europäische Gemeinschaftswährung und der australische Dollar. Gegenüber dem japanischen Yen notierte die US-Währung kaum verändert. Der Dollar wurde mit 86,08 Yen gehandelt nach 86,01 Yen.

Gold steigt, Öl gibt nach

Der Goldpreis Chart zeigen stieg auf 1664,1 Dollar pro Unze und liegt damit rund 6 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Sollte es dabei bleiben, würde sich das als Kriseninvestment beliebte Edelmetall das zwölfte Jahr in Folge verteuern. Der Ölpreis sank am Montag. Händler fürchten, dass die konjunkturellen Belastungen des US-Haushaltsstreits sich auch auf den Benzinverbrauch negativ auswirken könnten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen kostete 110,39 Dollar und damit 23 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

mahi/dpa/rtr

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