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27.12.2012
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Spanisches Geldinstitut
Bankia-Aktionären droht Totalverlust

Weniger als nichts wert: Experten schätzen den Unternehmenswert der schwer angeschlagenen spanischen Sparkasse auf minus 4,2 Milliarden Euro.
REUTERS

Weniger als nichts wert: Experten schätzen den Unternehmenswert der schwer angeschlagenen spanischen Sparkasse auf minus 4,2 Milliarden Euro.

Die Aktie der Sparkasse Bankia stürzt weiter ab. Das spanische Institut darf auf eine Kapitalspritze von 18 Milliarden Euro hoffen. Die Aktionäre profitieren davon aber nicht. Ihnen droht der Totalverlust. Auch die Anleihegläubiger müssen bluten.

Madrid - Den Aktionären der angeschlagenen spanischen Sparkasse Bankia droht der Totalverlust. Der Bankenrettungsfonds FROB hat den aktuellen Unternehmenswert von Bankia auf minus 4,2 Milliarden Euro beziffert, ihre Muttergesellschaft BFA ist sogar minus 10,4 Milliarden Euro wert.

Die angeschlagene Sparkasse darf Anfang des Jahres mit einer Kapitalspritze von 18 Milliarden Euro aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) rechnen. Doch die Anteilseigner profitieren davon nicht - im Gegenteil: Die Aktien werden durch den folgenden Kapitalschnitt praktisch wertlos.

"Man kann noch nicht genau sagen, wie viel die Bankia-Aktionäre verlieren, aber der Verwässerungseffekt wird stark sein, sogar sehr stark", sagte eine Person aus dem Umfeld der spanischen Notenbank der Nachrichtenagentur Reuters.

Dabei haben die Bankia-Aktionäre bereits 80 Prozent ihres Einsatzes verloren, wenn sie die Papiere beim Börsengang Mitte 2011 gezeichnet haben. Am Donnerstag rauschten die Aktien Chart zeigen um weitere 13,7 Prozent auf rund 59 Cent in die Tiefe.

Auch die nachrangigen Anleihegläubiger müssen bluten

Bankia Chart zeigen gehört zu den vier spanischen Banken, die mit Hilfe von 37 Milliarden Euro an EU-Mitteln gerettet werden sollen. Das Geld fließt zunächst an den FROB, der die Finanzspritze noch in diesem Jahr an die BFA weiterreicht.

Bankia war aus dem Zusammenschluss von sieben Sparkassen 2010 entstanden. Im Zuge der Rettung müssen 6000 Beschäftigte allein bei Bankia gehen, mehr als ein Viertel der Belegschaft, Milliardensummen werden in eine Bad Bank ausgelagert.

Technisch begibt Bankia nach der Finanzspritze zunächst Zwangswandelanleihen ("CoCo-Bonds"), die von der BFA gezeichnet werden. Daraufhin folgt eine Kapitalherabsetzung, die zu einer Wandlung der Anleihen in Bankia-Stammaktien führt. Damit werden die bisherigen Aktionäre massiv verwässert.

Auch die nachrangigen Anleihegläubiger müssen bluten. Die Anteilseigner von NCG Banco und Catalunya Banc werden de facto ebenfalls enteignet, die Banco de Valencia wird vom FROB direkt an die CaixaBank weitergereicht.

rei/rtr

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