20.12.2012
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Börse
Dax und Telekom im Plus

Börse in Frankfurt: Der Dax notiert knapp unter 7700 Zählern
REUTERS

Börse in Frankfurt: Der Dax notiert knapp unter 7700 Zählern

Trotz des ungelösten Haushaltsstreit in den USA und einer als Enttäuschung bewerteten Geldpolitik in Japan zeigen sich Europas Aktienmärkte robust. Der Dax schließt im Plus - ebenso wie die Aktie der Telekom, nachdem Konzernchef Obermann seinen Rückzug angekündigt hat.

New York / Frankfurt am Main - Der Dax Chart zeigen verteidigte zum Xetra-Schluss am Donnerstag ein Plus von 0,1 Prozent und ging bei mit 7672 Punkten aus dem Handel. An der Wall Street notierte der Dow Jones Chart zeigen zum Handelsschluss in Deutschland 0,5 Prozent schwächer.

Händler vermuten hinter der Gelassenheit der Anleger einen technischen Grund, da am Freitag zum sogenannten "Hexensabbat" an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig werden. "Das lockt einige Anleger an den Markt und verhindert größere Kursverluste", erklärte ein Händler.

Nach Reuters-Daten ist der Dax so stark überkauft wie seit Mitte Februar nicht mehr, der EuroStoxx50 sogar so deutlich wie seit 2006 nicht mehr. Nach Einschätzung von UBS-Chartanalyst Michael Riesner präsentieren sich die europäischen Aktienmärkte zwar weiterhin besser als die US-Börsen. Die seit Mitte November anhaltende Rally sei aber zu stark, um nachhaltig sein zu können.

Telekom-Aktie leicht im Plus - Chef Obermann geht Ende 2013

Die Aktie der Deutschen Telekom Chart zeigen notierte zuletzt 0,6 Prozent höher, nachdem das Unternehmen überraschend den Rückzug von Vorstandschef Rene Obermann von seinem Posten für Ende 2013 angekündigt hatte. Nachfolger zum 1. Januar 2014 soll der bisherige Finanzvorstand Timotheus Höttges werden. "Es muss sich erst noch zeigen, ob das positiv oder negativ für die Telekom ist, bisher hat man dazu am Markt keine große Meinung", sagte ein Händler.

US-Konjunkturdaten fallen gemischt aus

US-Konjunkturdaten fielen gemischt aus: Mit 361.000 Amerikanern beantragten in der Vorwoche mehr Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe als angenommen. Dagegen fiel das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal nach endgültigen Zahlen mit 3,1 Prozent höher aus als von Analysten prognostiziert.

In Tokio hatte die Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of Japan am Morgen Gewinnmitnahmen ausgelöst und den Nikkei-Index um 1,2 Prozent ins Minus gedrückt, da das Ausmaß der Schritte erwartet worden waren. In Washington ging das Hickhack zwischen Republikanern und Demokraten um die richtige Lösung im Haushaltsstreit derweil weiter.

Gewinnmitnahmen bei ThyssenKrupp

Für Gesprächstoff sorgte am Markt die geplante Übernahme der New Yorker Börse Nyse Euronext durch die Derivatebörse ICE. Die ICE bietet 33,12 Dollar in bar je Nyse-Papier. Die Fusion hat ein Volumen von rund 8,2 Milliarden Dollar. Berichte über die geplante Fusion hatten Händlern zufolge auch bei der Deutschen Börse Übernahmephantasien ausgelöst und die Titel um bis zu 1,9 Prozent nach oben geschoben. Die Anteilsscheine der Nyse legten in New York 31,8 Prozent zu, die der ICE verloren 4,1 Prozent.

Zu den schwächten Dax-Werten zählten die am Vortag favorisierten Aktien von ThyssenKrupp Chart zeigen. Die Deutsche Bahn hat beim Landgericht Frankfurt Klage gegen die Mitgliedsfirmen des Schienenkartells eingereicht, zu dem auch ThyssenKrupp gehört. manager magazin hatte bereits in der Vorwoche von der anstehenden Klage berichtet.

Im MDax drückte eine Verkaufsempfehlung der Citigroup die Aktien des Rüstungskonzerns Rheinmetall Chart zeigen um 2,7 Prozent. Das kommende Jahr könnte für Rheinmetall wegen Problemen im Verteidigungsbereich und der Absatzkrise am europäischen Automarkt schwierig werden, begründeten die Analysten ihre Herunterstufung.

Euro fester

Der Euro Chart zeigen machte bis zum Mittag einen Teil seiner Verluste vom Mittwochabend wett. Die Hängepartie im US-Haushaltsstreit sei kurz vor den Weihnachtsfeiertagen das alles beherrschende Thema am Devisenmarkt, erklärten Händler die jüngsten Kursschwankungen des Euro. Gegen Mittag stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3260 US-Dollar, nachdem sie am frühen Morgen noch an der Marke von 1,32 Dollar stand. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Euro-Referenzkurs auf 1,3302 (Dienstag: 1,3178) Dollar festgesetzt.

Staatsanleihen legen wieder zu

Die deutschen Staatsanleihen tendierten nach einer tagelangen Verlustserie erstmals fester. Händler nannten die insgesamt schlechtere Stimmung an den Börsen als Grund. Dort drückte der festgefahrene US-Haushaltsstreit aufs Gemüt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,17 Prozent auf 144,39 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank im Gegenzug um auf 1,41 Prozent.

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise verloren nach den hohen Gewinnen vom Vortag leicht. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Februar-Lieferung 110,16 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Februar-Lieferung sank um 9 Cent auf 89,89 Dollar.

mg/dpa-afx/rtr

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