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19.12.2012
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Börse
Ifo-Index und Zentralbanken treiben Dax auf 5-Jahres-Hoch

Börse in Frankfurt: "Vor Weihnachten sind noch 7700 Punkte drin"
dapd

Börse in Frankfurt: "Vor Weihnachten sind noch 7700 Punkte drin"

Die Zentralbanken könnten 2013 sowohl die USA als auch Japan und die Euro-Zone mit Geld fluten - darauf wetten Anleger bereits jetzt. Der Dax klettert, unterstützt von solideren deutschen Konjunkturdaten, auf den höchsten Stand seit fünf Jahren.

New York / Frankfurt am Main - Der Kursanstieg geht weiter: Der Dax Chart zeigen kletterte am Mittwoch bis zum Handelsschluss auf Xetra um 0,2 Prozent auf 7668 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2008.

Den zeitweise etwas zaghaften Anstieg des Dax erklärte ein Börsianer damit, dass einige Anleger den deutschen Leitindex zum Großen Verfallstermin am Freitag offenbar lieber bei der Marke von 7600 Punkten sähen.

An den US-Börsen notierte der Dow Jones Chart zeigen am frühen Abend um 0,1 Prozent im Minus. Der Euro stieg unterdesen mit 1,33 Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang April.

"Die Aussicht auf eine ultralockere Geldpolitik in Japan treibt die Kurse weltweit an, denn auch in den USA und der Euro-Zone bleibt Geld billig", erklärte ein Händler. "Da kommt an den renditeträchtigeren Aktien einfach niemand vorbei."

Vor allem in Tokio sorgte dies für steigende Kurse. Schon am Donnerstag könnte sich die Bank of Japan dafür entscheiden, frisches Geld in die Wirtschaft pumpen.

USA: Hoffnung auf Einigung im Fiskalstreit

Neben der Nullzinspolitik der weltweit größten Notenbanken stützten Spekulationen auf eine rechtzeitige Einigung im US-Steuer- und Haushaltsstreit. "Entscheidend ist, dass die beiden Parteien in den USA jetzt ernsthaft verhandeln und auf einen Kompromiss hinarbeiten", erklärte ein Börsianer. "Mit der Annäherung von Demokraten und Republikanern rückt eine Lösung im US-Haushaltsstreit näher. Damit wird auch das Risiko kleiner, dass sich die Konjunktur in den USA im ersten Halbjahr 2013 deutlich abschwächen könnte", erklärte Analyst Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus.

Die Lage am US-Häusermarkt hat sich nach einer Erholung in den Vormonaten unterdessen wieder etwas eingetrübt: Im November ging die Zahl der Baubeginne überraschend stark zurück, während die Zahl der Genehmigungen allerdings zulegte. Die Baubeginne seien gegenüber dem Vormonat um 3,0 Prozent auf annualisiert 861.000 gesunken, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte.

ifo-Index: Zuversicht in Deutschlands Chefetagen steigt

Der Anstieg des Ifo-Geschäftsklima-Index in Deutschland stützte die Kurse zusätzlich. Den zweiten Monat in Folge hellte sich demnach die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft auf. Das passe perfekt ins Bild und stütze die nun optimistischere Konjunkturerwartung an den Märkten, führte Sartoris aus.

HeidelbergCement gefragt - Spekulationen treiben Stada

Im Dax standen die Aktien von Unternehmen, die stark von Konjunkturschwankungen betroffen sind, hoch im Kurs: So stiegen HeidelbergCement Chart zeigen und ThyssenKrupp Chart zeigen um 5,1 beziehungsweise um 2,8 Prozent. Dabei stützten positive Analystenkommentare beide Aktien zusätzlich.

Im MDax Chart zeigen ragten die Titel von Stada Chart zeigen mit einem Aufschlag von 4,9 Prozent heraus. Händler machten Übernahmespekulationen für die Käufe verantwortlich. Der "Platow"-Börsenbrief hatte unter Berufung auf Bankenkreise berichtet, der ehemalige Ratiopharm-Chef Claudio Albrecht lote im Aktionärskreis von Stada die Verkaufsbereitschaft der institutionellen Investoren aus.

Tui nach Zahlen fester

Nach der Vorlage von Zahlen und Aussagen zur Zukunft von Hapag-Lloyd stiegen Tui Chart zeigen um 4,6 Prozent. Schlusslicht im Dax waren die Aktien von Merck KGaA Chart zeigen , die nach einem Rückschlag in der Krebsmittel-Forschung gut drei Prozent einbüßten.

Milliardenstrafe für UBS lässt Anleger kalt

Die milliardenschwere Strafe für die Schweizer Großbank UBS Chart zeigen ließ die Anleger kalt. Die Aktien der UBS stiegen in Zürich um 1,5 Prozent. Dabei muss die Bank im Zusammenhang mit ihrer Verstrickung in den Libor-Skandal den amerikanischen, britischen und Schweizer Behörden mit insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro so viel Geld überweisen, dass sie im vierten Quartal tiefrote Zahlen schreiben wird. Die Summe war aber erwartet und somit in den Aktienkurs eingepreist worden, begründete Zahid Mahmood, Händler bei London Capital Group, das Kursplus der UBS-Papiere.

Euro über 1,32 Dollar

Der Euro Chart zeigen setzt seinen Aufwärtstrend fort: Am Mittwochmorgen stieg die Gemeinschaftswährung mit bis zu 1,3255 US-Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als sieben Monaten. Mehr hatte der Euro zuletzt Anfang Mai gekostet. Beobachter erklären die Kursgewinne mit der Beruhigung in der Euro-Schuldenkrise und Fortschritten im amerikanischen Haushaltsstreit. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,3178 (Montag: 1,3160) Dollar festgesetzt.

Ölpreise kaum verändert

Die Ölpreise bewegten sich kaum. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Februar-Lieferung 108,94 US-Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung sank indes um neun Cent auf 87,84 Dollar.

mg/dpa-afx

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