18.12.2012
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Börse
Kursrally geht weiter - Dax auf Fünfjahreshoch

Gute Laune: Händler an der Börse in Frankfurt
AFP

Gute Laune: Händler an der Börse in Frankfurt

Neue Anzeichen für eine Einigung im US-Haushaltsstreit haben den Dax auf den höchsten Stand seit fünf Jahren getrieben. Auch an der Wall Street legen die Indizes zu. Gefragt sind vor allem Banktitel.

Frankfurt am Main - In der Hoffnung auf eine schnelle Einigung im US-Haushaltsstreit haben Investoren den Dax Chart zeigen mit ihren Käufen auf neue Hochs getrieben. Der Dax kletterte bis zum Handelsschluss auf Xetra am Dienstag um 0,6 Prozent auf 7653 Punkte und markierte damit den zweiten Tag in Folge ein Fünf-Jahres-Hoch.

Auch an der Wall Street legten die Indizes zu. Der Dow Jones Chart zeigen notierte zum Handelsschluss in Deutschland 0,6 Prozent fester bei 13.311 Zählern.

Anleger stützten ihren Optimismus auf einen Kompromiss-Vorschlag des US-Präsidenten Barack Obama, dem zufolge die geplanten Steuererhöhungen für Großverdiener ab einem Jahreseinkommen von 400.000 statt 250.000 Dollar greifen sollen. Ein Sprecher des republikanischen Verhandlungsführers John Boehner bezeichnete den Kompromissvorschlag in einer ersten Reaktion als positiv.

Hoffen auf Kompromiss in Washington

"Die Chancen für einen baldigen Kompromiss scheinen gestiegen zu sein", sagte Marktanalyst Roger Peeters vom Bankhaus Close Brothers Seydler. "In den vergangenen Tagen waren die Märkte zunehmend davon ausgegangenen, dass die 'Fiskalklippe' nicht vor Weihnachten umfahren werden kann. Die neue Chance auf eine baldige Lösung gibt ihnen eine neue Perspektive und Rückenwind."

Bankenwerte an der Dax-Spitze

Bankenwerte kletterten an die Dax-Spitze. Größter Gewinner waren die Commerzbank-Aktien Chart zeigen mit einem Kursplus von rund 3 Prozent, die Titel der Deutschen Bank Chart zeigen verteuerten sich um knapp 2 Prozent.

Der Sektor profitiere zudem von der weiter steigenden Risikofreude der Anleger. Auch europaweit zählte der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banken mit einem Plus von 0,69 Prozent zu den Favoriten.

Aktien von Air Berlin heben ab

Für die Papiere von Air Berlin Chart zeigen ging es an der SDax-Spitze um knapp 10 Prozent nach oben. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft verkauft die Mehrheit ihres Vielfliegerprogramms "Topbonus" an Etihad Airport Services. Analyst Robert Czerwensky von der DZ Bank sprach von guten Nachrichten für die Investoren in Air Berlin. Das Volumen von 184 Millionen Euro sei schon bedeutend und liege am oberen Rand der aktuellen Markterwartungen.

Tui springen ins Plus

Im MDax Chart zeigen sprangen die Tui-Titel Chart zeigen ins Plus und legten zuletzt um 1,35 Prozent zu. Unter den großen deutschen Container-Reedereien zeichnet sich eine Großfusion ab. Die Vorstände von Hapag-Lloyd und der Reederei Hamburg Süd prüfen, ob ein Zusammenschluss beider Unternehmen sinnvoll sei. "Das ist eine gute Nachricht für Tui", sagte ein Händler. Hapag-Lloyd befindet noch immer zu 22 Prozent im Eigentum des Reisekonzerns Tui.

Die Aktien von Bilfinger Chart zeigen aber verloren am Indexende 2,28 Prozent, nachdem die britische Investmentbank HSBC die Papiere von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft hatte. Die Gewinnerwartungen des Marktes an das kommende Jahr lägen über 10 Prozent über seinen Schätzungen, schrieb Analyst Tobias Loskamp in einer Studie. Daher könnten die ersten Unternehmensprognosen für 2013 die Anleger enttäuschen.

Die Titel von Nordex Chart zeigen verteuerten sich als bester Wert im TecDax Chart zeigen um 3,97 Prozent. Der Windkraftanlagenbauer sprach von einer steigenden Nachfrage für effiziente Windturbinen. Das stützt laut Händlern die Aktie und sorge für einen erneuten Versuch, sich nach oben aus einer längeren Bodenbildung zu befreien. Seit Sommer versucht sich das Papier um drei Euro zu stabilisieren.

Euro bleibt über 1,31 Dollar

Der Euro Chart zeigen bewegt sich in einem insgesamt ruhigen Handel nur wenig. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3180 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Medienberichte, wonach sich US-Regierung und Kongress im Haushaltsstreit aufeinander zubewegen, machten sich an den Devisenmärkten kaum bemerkbar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Montag auf 1,3160 (Freitag: 1,3081) Dollar festgesetzt..

Die Ölpreise sind ebenfalls gestützt durch die Hoffnung auf Fortschritte im Haushaltsstreit der USA gestiegen. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Februar-Lieferung 108,28 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Januar-Lieferung stieg um 50 Cent auf 87,70 Dollar.

cr/mg/dpa/rtr

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