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30.12.2012
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Geldanlage 2013
Das Rätsel-Jahr

Von Arne Gottschalck

Anlage: Aktien, Anleihen, Gold - was zieht 2013?
Fotos
REUTERS

Krise, Aufschwung - was bringt 2013? Und wie muss sich der Anleger drauf einstellen? Ein Jahr voller Rätsel liegt vor uns. Höchste Zeit, darüber nachzudenken.

Hamburg - Manchmal gibt es jemanden, der mit wenigen Worten alles Nötige sagt. Ende 2012 war das Valentijn van Nieuwenhuijzen, der bei ING Investment Managers Chefstratege ist. "Viele Investoren erwarten nur wenig vom kommenden Jahr. Das ist durchaus verständlich, bedenkt man die aktuelle Lage der Weltwirtschaft, den zunehmenden Einfluss der Politik auf den Verlauf des Konjunkturzyklus und die bremsende Wirkung der konzertierten Sparmaßnahmen an den entwickelten Märkten."

Denn in der Tat liegen auf dem Weg durchs kommende Jahr etliche Stolpersteine, die alles andere als eine entspannte Wanderung versprechen. Wie entwickelt sich die Eurokrise weiter, lautet die vermutlich meistdiskutierte Frage. Wird es zum Beispiel Griechenland schaffen, den Teufelskreis aus schleppend umgesetzten Austeritätsmaßnahmen und Wirtschaftsschrumpfung zu durchbrechen, ohne sozial zu explodieren? Und reicht die Geduld der Anleger mit den anderen Südländern, reicht ihr Wille, die unterschiedlichen Gründe für deren Schieflage anzuerkennen und enstprechend Rechnung zu tragen? Und was geschieht mit den hochverschuldeten USA - gelingt ihnen die nachhaltige Kehrwendung? Oder werden sie das machen, was Washington der EU so gern vorwirft - einfach weiterwursteln?

2013 als Chance?

Man kann 2013 daher als Chance begreifen. Jens Wilhelm, der im Vorstand von Union Investment die Anlagestrategie verantwortet, macht das so. "Die systemischen Risiken sind nun erst mal vom Tisch, auch wenn die Krisen in der Welt längst nicht gelöst sind. Davon können insbesondere risikoreichere Anlagen profitieren." Man kann aber auch skeptischer bleiben - so wie Asoka Wöhrmann, Geschäftsführer und Leiter des Fondsmanagements weltweit bei der DWS. "Auch wenn wir Verbesserungen sehen, ist die Staatsschuldenkrise noch lange nicht vorbei", sagt er. "Der versteckte Vermögenstransfer von Sparern zu Schuldnern schreitet somit voran", sagt er. Eine politische Beobachtung - aber eben auch eine, auf die Anleger reagieren müssen. manager magazin Online hat dazu die Prognosen von über zwanzig Finanzhäusern gesichtet - und deren Kernaussagen aufbereitet.

Beispiel Staatsanleihen: Nur wenige Experten sind bereit, viel Geld auf Staatsanleihen zu setzen. DWS-Mann Wöhrmann: "Ein Anstieg der Inflation in den Kernmärkten ist nach Ansicht der DWS zwar weiterhin kein Thema, aber durch die niedrige Nominalverzinsung der Anleihen wird die Finanzrepression weiterhin die Anlagestrategien bestimmen". Daher seien Aktien das Gebot der Stunde. Vor allem, wenn man daran denkt, dass schwaches Wirtschaftswachstum nicht unbedingt mit schwacher Wertentwicklung einhergehen muss.

"Die positiven Renditen von Aktien und Unternehmensanleihen weltweit im Jahr 2012 erinnern daran, dass es keine starke positive Korrelation zwischen den Renditen risikoreicher Vermögenswerte und dem BIP-Wachstum gibt, zumindest nicht auf kurze Sicht", sagt Mark Burgess, Anlagevordenker (CIO) bei Threadneedle. Die Crux - Aktien allein können kein Portfolio bauen. Insofern heißt es einmal mehr, Vermögen zu streuen. Und vor allem an eines denken - was van Nieuwenhuijzen in Worte fasst. "Auch sind Stimmungswechsel bei der Anlegerschaft im Jahresverlauf möglich. Es kommt daher entscheidend darauf an, flexibel zu bleiben."

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