12.12.2012
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Jahresendrally
Dax steigt auf höchsten Stand seit knapp fünf Jahren

Börsensaal in Frankfurt: Der Dax schließt über der Marke von 7600 Punkten
Getty Images

Börsensaal in Frankfurt: Der Dax schließt über der Marke von 7600 Punkten

Der Dax klettert weiter, seit Jahresbeginn hat der Index knapp 30 Prozent zugelegt. Die Hoffnung auf "Santa Ben" und neue geldpolitische Geschenke der US-Notenbank treibt den Dax auf den höchsten Stand seit knapp fünf Jahren.

Frankfurt am Main - Dank der Hoffnung auf geldpolitische Weihnachtsgeschenke der US-Notenbank Fed hat der Dax Chart zeigen seine Rally auch am Mittwoch fortgesetzt. Der deutsche Leitindex stieg zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Mitte Januar 2008 und schloss mit plus 0,3 Prozent bei 7614 Punkten.

Die Blicke richten sich nun nach New York: Experten erwarten, dass die Fed dem Markt am Abend weitere geldpolitische Geschenke macht.

Davon profitiert auch der Dax. Seit Mitte November hat der Leitindex knapp 10 Prozent gewonnen, seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf rund 30 Prozent.

"Santa Ben" werde dem Markt weitere Geldgeschenke machen, schrieben die Experten der Commerzbank mit Blick auf die am Abend anstehende Sitzung der US-Notenbank Fed. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Währungshüter unter Vorsitz ihres Chefs Ben Bernanke die bestehenden Anleihekäufe aufstocken werden.

Auch die Nachrichten vom griechischen Schuldenrückkauf hätten nicht belastet, wenngleich dieser hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Zudem wollen die EU-Finanzminister auf einem Sondertreffen über die geplante zentrale Aufsicht über die Banken der Euro-Länder beraten. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sollen sich deutsche und französische Unterhändler zuvor in bilateralen Gesprächen auf einen Kompromiss geeinigt haben.

ThyssenKrupp erneut an Dax-Spitze

Beim Industrie- und Stahlkonzern ThyssenKrupp Chart zeigen sorgte eine Kaufempfehlung von Jefferies für Kursgewinne von rund 4 Prozent, was den Spitzenplatz im Dax bedeutete. Bereits am Vortag hatte die Aktie kräftig zugelegt.

Jefferies Analyst Seth Rosenfeld etwa hält eine Höherbewertung der Aktien für möglich, da die Markterwartungen für den Industrie- und Stahlkonzern nach den Milliardenabschreibungen mittlerweile auf einem realistischen Niveau angelangt seien.

Deutsche Bank nach Razzia kaum verändert

Die Papiere der Deutschen Bank verloren nach einer Razzia im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen eines angeblichen Umsatzsteuerbetrugs 0,13 Prozent. Einem Händler zufolge geht es allerdings um lange bekannte Vorwürfe.

Wacker Chemie an Spitze des MDax

Bei den Aktien aus der zweiten Reihe standen vor allem Solarwerte im Fokus. Nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua über weitere Subventionen für heimische Solarprojekte schossen die Aktien des Polysilizium-Herstellers Wacker Chemie Chart zeigen Chemie mit einem Aufschlag von mehr als 12 Prozent an die MDax-Spitze.

TecDax: Solartitel gefragt

Im TecDax Chart zeigen zogen Solarworld Chart zeigen und SMA Solar Chart zeigen Solar um 8,22 Prozent beziehungsweise 6,33 Prozent an. Ein Börsianer warnte angesichts der schwachen Nachfrage nach Solaranlagen in den USA und Europa allerdings vor einem möglichen Strohfeuer.

Chef-Abschied belastet Puma

Die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers Fraport Chart zeigen sanken nach Verkehrszahlen um 0,36 Prozent. Gekürzte Winterflugpläne vieler Fluggesellschaften trafen im November auch den Frankfurter Flughafen, an dem das Passagieraufkommen sank. Da half es auch nicht, dass einschließlich der Auslandsflughäfen mehr Fluggäste abgefertigt wurden.

Auch für die Puma-Papiere ging es nach unten. Sie büßten 1,38 Prozent ein, nachdem der Sportartikelhersteller mitten in einer Unternehmenskrise überraschend den Rücktritt von Vorstandschef Franz Koch für Ende März angekündigt hatte.

Euro hält sich knapp über 1,30 Dollar

Der Euro Chart zeigen hat sich über der Marke von 1,30 US-Dollar behauptet. Am Devisenmarkt sind alle Augen auf die US-Notenbank Fed gerichtet, die am Abend ihre geldpolitischen Entscheidungen bekanntgibt. Gegen Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3031 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2993 (Montag: 1,2930) Dollar festgesetzt.

Ölpreise kaum verändert

Die Ölpreise haben sich vor einer Sitzung der Opec kaum verändert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Januar-Lieferung 108,25 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg geringfügig um drei Cent auf 85,82 Dollar.

Zur Wochenmitte kommen in Wien die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zusammen. Sie beraten unter anderem über die zwischen den zwölf Mitgliedsländern vereinbarte Fördermenge, die aktuell bei etwa 30 Millionen Barrel pro Tag liegt. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass sich daran nichts ändert. Das Ölkartell zeigt sich für etwa ein Drittel der weltweiten Tagesproduktion an Rohöl verantwortlich.

krk/dpa

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