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05.12.2012
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Chiphersteller
Intel zapft Anleihenmarkt an

Intel: Der Chipgigant will von der Beliebtheit der Unternehmensanleihen profitieren.
Intel

Intel: Der Chipgigant will von der Beliebtheit der Unternehmensanleihen profitieren.

Um seine laufenden Aktienrückkäufe zu finanzieren, holt sich Chiphersteller Intel sechs Milliarden Dollar vom Kapitalmarkt - mit Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten. Intel folgt damit dem Beispiel Siemens.

Santa Clara - Der weltgrößte Chiphersteller Intel Chart zeigen besorgt sich sechs Milliarden US-Dollar am Kapitalmarkt, unter anderem um den laufenden Aktienrückkauf zu finanzieren. Die Hälfte der Summe machen Anleihen mit fünf Jahren Laufzeit aus, wie aus veröffentlichten Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Dafür sollen 0,75 Prozentpunkte über der Verzinsung der US-Staatsanleihen gezahlt werden.

Weitere 1,5 Milliarden Dollar werden in zehn Jahren fällig - zu 1,15 Prozentpunkten über den T-Bonds - und der Rest jeweils zur Hälfte 2032 und 2042 zu Zinsen von 1,3 beziehungsweise 1,5 Prozentpunkten oberhalb des Referenzzinssatzes. Intel zahlt damit für das frische Geld unter dem Strich je nach Laufzeit zwischen 1,35 und 4,25 Prozent Zinsen. Zum Vergleich: Die Rendite für Aktienanleger lag zuletzt bei 4,3 Prozent.

Von Ratingagenturen wie Moody's wird für die Papiere ein A1-Urteil erwartet. Organisiert werden diese Schritte von der Bank of America Merrill Lynch sowie J.P. Morgan Chase & Co.

Siemens als Blaupause

Intel-Finanzchef Stacy Smith folgt mit dem Plan dem Vorbild von Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser. Die Münchener hatten ebenfalls Anleihen ausgegeben, um damit für fast drei Milliarden Euro ihre Aktienanzahl zu verknappen.

Derzeit steht der Kurs der Intel-Aktien unter Druck, weil der Konzern die Trendwende am Computermarkt zu Tablet-PCs und Smartphones verschlafen hat. Nach der Ankündigung der Rückkaufpläne legten die Aktien gut zwei Prozent zu. "Die Kosten für das Kapital aus den Anleihen sind relativ niedrig und wir haben eine exzellente Bonität. Das ist vernünftige Finanzplanung", sagte ein Firmensprecher.

Unternehmensanleihen sind derzeit bei den Anlegern beliebt, nachdem Staatsanleihen durch die überbordende Verschuldung der Länder an Attraktivität verloren haben. Entsprechend leicht tun sich Unternehmen, ihre Anleihen zu platzieren.

got/dpa-afx/reuters

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