Freitag, 31. Juli 2015

Börse John Boehner schiebt den Dax ins Plus

Börse in Frankfurt: Werden die US-Amerikaner die Haushaltsklippe noch umschiffen?

Die Hoffnung auf eine Beilegung des Streits um den US-Haushalt hat den europäischen Aktienmärkten im späten Handel neuen Schwung verliehen. Als Kurstreiber wirkten Aussagen des republikanischen Mehrheitsführers John Boehner. Der Dax, der zeitweise deutlich nachgegeben hatte, schließt im Plus.

New York / Frankfurt am Main - Der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, signalisierte Kompromissmöglichkeiten auf der Suche nach Maßnahmen, die automatische Ausgabekürzungen und damit eine drohende Rezession in den USA verhindern sollen.

Der Dax Börsen-Chart zeigen machte nach den Aussagen Boehners seine Abschläge von bis zu 0,9 Prozent wett und schloss 0,2 Prozent im Plus bei 7343 Zählern. Der EuroStoxx50 erholte sich ebenfalls und beendete den Tag 0,2 Prozent fester bei 2549 Punkten.

Auch die US-Börsen schüttelten ihre anfänglichen Verluste ab. Der Dow notierte am Mittwoch Abend 0,3 Prozent fester.

Boehner wiederholte zwar seine Position, er sei gegen eine Anhebung von Einkommensteuern. Er äußerte aber Bereitschaft, grundsätzlich über das Thema Staatseinnahmen zu sprechen. Voraussetzung sei allerdings, dass zugleich auch spürbare Ausgabenkürzungen vereinbart werden. Boehner sagte, er sei optimistisch, dass eine Einigung mit den Demokraten von US-Präsident Barack Obama erzielt und eine Krise verhindert werde. So etwas wollten die Märkte hören, sagte ein Börsianer in Frankfurt.

Drohende Pleite Argentiniens sorgt für Unruhe

Zuvor hatte die erneut drohende Staatspleite Argentiniens für Unsicherheit gesorgt. Weil die Regierung in Buenos Aires einem US-Gerichtsurteil zufolge deutlich mehr Geld an Investoren zurückzahlen muss als geplant, sieht die Rating-Agentur Fitch sie nun vor dem Zahlungsausfall. Es gebe eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass das Land seine Schulden nicht bedienen könne, erklärten die Bonitätsprüfer am Dienstagabend und senkten ihre Bonitätsnote drastisch um fünf Stufen.

Finanztitel schwach, ThyssenKrupp am Dax-Ende

Zu den Verlierern im Dax Börsen-Chart zeigen zählten die Finanzwerte, die wegen des positiven Ausgangs der Griechenland-Verhandlungen zuletzt an Wert gewonnen hatten. Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen Bank und Commerzbank Börsen-Chart zeigen gaben 1,9 und 1,3 Prozent nach. Die griechischen Finanzwerte setzten ihre Talfahrt fort, der Branchenindex brach um 8,2 Prozent ein. Die Banken fürchten, dass der geplante Rückkauf von Altanleihen durch den griechischen Staat für sie in jedem Fall Verluste mit sich bringen wird. Der Rückkauf ist Teil des von den Euro-Finanzministern ausgehandelten Maßnahmenpakets, mit dem der Schuldenstand Athens reduziert werden soll.

Die Anleger trennten sich auch von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen, die sich um 2,5 Prozent verbilligten und damit am Dax-Ende standen. Spekulationen, das Unternehmen mache beim Verkauf der Übersee-Stahlwerke einen zweistelligen Milliarden-Verlust, belasteten die Papiere.

Haniel macht bei Celesio Kasse

Unter Druck standen auch die Papiere von Celesio Börsen-Chart zeigen und Metro Börsen-Chart zeigen . Großaktionär Haniel macht mit seinen Plänen zum Schuldenabbau Ernst und nahm durch den Verkauf von Celesio-Aktien rund 100 Millionen Euro ein. Innerhalb der nächsten 18 Monate will Haniel auch Metro-Aktien verkaufen.

Metro verloren im MDax Börsen-Chart zeigen 3,7 Prozent, Celesio Börsen-Chart zeigen gaben 2,6 Prozent nach. "Das Damoklesschwert über den Kursen der Metro- und Celesio-Aktien hat zugeschlagen", schrieb LBBW-Analystin Barbara Ambrus. Positiv wertete die Expertin allerdings, dass die Nachfrage nach den Celesio-Titeln groß gewesen sei. Das dürfte die Titel mittelfristig stützen. Die Nachfrage hatte das Angebot um das Fünffache übertroffen.

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