Montag, 24. September 2018

Börse John Boehner schiebt den Dax ins Plus

Börse in Frankfurt: Werden die US-Amerikaner die Haushaltsklippe noch umschiffen?

2. Teil: Euro, Bund-Future, Ölpreise

Euro wieder leichter

Der Euro Börsen-Chart zeigen ist in Richtung 1,29 Dollar gesunken. Damit setzt sich die Ernüchterung nach der zunächst positiven Reaktion auf weitere Hilfsgelder für Griechenland fort. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2910 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7739 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2961 (Montag: 1,2964) Dollar festgesetzt.

Nach spürbaren Gewinnen infolge der Griechenland-Einigung zwischen Euro-Gruppe und Internationalem Währungsfonds hat der Euro seit Dienstagvormittag etwa einen US-Cent eingebüßt. Devisenexperten erklären den Umschwung zum einen mit Gewinnmitnahmen. Zum anderen gilt es unter Bankvolkswirten als höchst ungewiss, ob die Erleichterungen für Athen - unter anderem Zinssenkungen und Stundungen - dem Land tatsächlich aus der Schuldenfalle helfen.

Deutsche Staatsanleihen höher

Die deutschen Staatsanleihen sind mit Gewinnen in den Handel gegangen. Marktbeobachter nannten die überwiegend schwachen Aktienmärkte Asiens als Grund. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,15 Prozent auf 142,45 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank um gut zwei Basispunkte auf 1,41 Prozent.

Anleger dürften zur Wochenmitte unter anderem Anleiheemissionen im Blick haben. Italien versteigert sechsmonatige Geldmarktpapiere. Das angestrebte Volumen ist mit 7,5 Milliarden Euro hoch. Deutschland stockt eine fünfjährige Bundesobligation auf. An Konjunkturdaten dürften neue Zahlen zur Kreditvergabe im Euro-Raum auf Interesse stoßen. In den USA wird die Notenbank Fed am Abend ihren Konjunkturbericht (Beige Book) veröffentlichen.

Ölpreise stabilisieren sich

Die Ölpreise haben sich stabilisiert, nachdem sie am Vortag Verluste hatten hinnehmen müssen. Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Januar-Lieferung 110,08 Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank indes leicht um sieben Cent auf 87,11 Dollar.

Nach einer positiven Marktreaktion auf die Zusage weiterer Hilfskredite für Griechenland hatten die Ölpreise am Dienstagnachmittag ins Minus gedreht. Experten erklärten die Entwicklung unter anderem mit neuen Zahlen zu den Öllagerbeständen in den USA. Nach Angaben des American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend sind die amerikanischen Rohölbestände in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Das weltweite Ölangebot gilt ohnedies als hoch, während die Nachfrage von der schwächelnden Weltwirtschaft gedämpft wird.

mg/dpa-afx/rtr

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