Dienstag, 31. März 2015

Börse Griechenland-Hilfe lässt Dax steigen

Händler in Frankfurt: Längere Rettungsleine für Griechenland

Der deutsche Aktienmarkt hat nach der Einigung auf weitere Finanzspritzen für Griechenland zugelegt. Die Geldgeber hatten sich nach wochenlangem Gefeilsche auf die Auszahlung von neuen Milliardenkrediten verständigt. Gefragt sind vor allem Bankentitel.

Frankfurt am Main - Zum Handelsschluss stand der Dax Börsen-Chart zeigen 0,55 Prozent höher bei 7332 Punkten. Dass das Kursplus nicht stärker ausfiel, begründeten Händler mit der etwas schwächer gestarteten Wall Street.

Für den MDax Börsen-Chart zeigen ging es um 0,54 Prozent auf 11 432,81 Punkte nach oben, der TecDax Börsen-Chart zeigen kletterte um 0,82 Prozent auf 836,82 Punkte. Der Kurs des Euro profitierte von den Griechenland-Entschlüssen nur temporär, nachdem er in der Nacht zum Dienstag kurzzeitig die Marke von 1,30 US-Dollar übersprungen hatte.

Bankentitel gefragt

Bankenwerte reagierten auf die neuen Hilfsmaßnahmen für Athen positiv. So zählten die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen und der Commerzbank Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von 2,32 respektive 1,71 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax. Ganze vorne im Leitindex waren die Anteilsscheine des Gesundheitskonzerns Fresenius und dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC), die sich nach Kurszielanhebungen um 2,94 und 2,81 Prozent verteuerten.

Die Lufthansa Börsen-Chart zeigen verzeichneten als zweitschwächster Dax-Wert ein Minus von 0,7 Prozent, nachdem sie am Vortag noch an der Dax-Spitze gestanden hatten.

Im MDax Börsen-Chart zeigen ging es für die Titel von GSW Immobilien und Deutsche Wohnen nach einem positiven Analystenkommentar um 3,56 beziehungsweise 2,30 Prozent nach oben.

Die Papiere von MAN Börsen-Chart zeigen verloren indes nach eher schwachen Daten zum europäischen Nutzfahrzeugmarkt 0,40 Prozent.

Im TecDax Börsen-Chart zeigen legten die Papiere von Nordex Börsen-Chart zeigen nach einem Großauftrag für Windparks in Südafrika um 3,39 Prozent zu. Im frühen Geschäft hatte das Kursplus zeitweise rund sechs Prozent betragen. Laut Analyst Christoph Rodler von Warburg Research dürfte es Nordex nun gelingen, beim Auftragseingang 2012 den oberen Bereich der angepeilten Spanne von 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro zu erreichen.

Deutsche Staatsanleihen verlieren, die der Krisenländer gewinnen

Die deutschen Staatsanleihen gingen mit deutlichen Kursverlusten in den Handel. Der Euro-Bund-Future - richtungsweisender Termin-Kontrakt für den deutschen Rentenmarkt - sank am Morgen um 0,31 Prozent auf 141,99 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug um vier Basispunkte auf 1,45 Prozent.

Schuldscheine aus Krisenländern der Euro-Zone waren dagegen stärker gefragt. Die Rendite spanischer Anleihen sank um 0,2 Prozent auf 5,58 Prozent, für italienische Papiere ging es ebenso stark abwärts auf 4,72 Prozent. Für griechische Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit verlangten Anleger 16,2 Prozent Rendite, 0,7 Prozent wengier als zuvor.

Ölpreise legen zu

Die Ölpreise reagierten mit moderaten Kursgewinnen auf die Zusage weiterer Finanzhilfen für Griechenland. Am frühen Morgen kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Januar-Lieferung 111,19 Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 88,07 Dollar.

ak/mg/rtr/dpa-afx

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