26.11.2012
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Börse
Griechenland-Gezerre verunsichert Anleger

Händler in Frankfurt: Hoffen auf Einigung der Euro-Finanzminister
REUTERS

Händler in Frankfurt: Hoffen auf Einigung der Euro-Finanzminister

Die Hängepartie in Griechenland lässt die Anleger nicht los: Heute starten die Euro-Finanzminister einen neuen Anlauf, um sich auf weitere Finanzhilfen für Griechenland zu einigen. Der Dax verharrt in der Verlustzone. Größter Verlierer sind Aktien von ThyssenKrupp.

Frankfurt am Main - Der Dax Chart zeigen verlor gegen Mittag 0,27 Prozent auf 7289 Punkte. Allerdings hatte der deutsche Leitindex in der Vorwoche um mehr als 5 Prozent zugelegt. Für den MDax Chart zeigen ging es um 0,47 Prozent auf 11.354 Punkte nach unten. Der TecDax Chart zeigen verlor 0,31 Prozent auf 823 Punkte.

Die Regionalwahl in Katalonien habe die Sorgen um die finanzielle und ökonomische Situation Spaniens unterstrichen, sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets. Im Fokus stehe aber in erster Linie der Sondergipfel der Euro-Finanzminister zu den Griechenland-Hilfen. Bei den Verhandlungen dürfte auch auf einen möglichen Schuldenerlass für den angeschlagenen Euro-Staat geschielt werden. In den Augen des Händlers Markus Huber von ETX Capital ist eine Einigung auf weitere Hilfszahlungen nach der guten Aktienmarktentwicklung der Vorwoche bereits weitgehend eingepreist. Daher würde ein erneutes Scheitern der Verhandlungen die Anleger vermutlich nicht kalt lassen.

Medienbericht belastet ThyssenKrupp

ThyssenKrupp-Aktien Chart zeigen sackten am Dax-Ende deutlich abgeschlagen um 4,68 Prozent ab. Die Credit Suisse hatte die Papiere wegen kurzfristiger Risiken auf "Neutral" abgestuft. Daneben verwiesen Börsianer auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", demzufolge sich der geplante Verkauf der neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA bis Herbst kommenden Jahres verzögern könnte. Dies konnte auch ein von Händlern positiv gewerteter Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über geplante Kostensenkungen um zwei Milliarden Euro nicht aufwiegen.

Freundlicher sah es bei den Eon-Aktien Chart zeigen aus. Sie rückten nach einem Medienbericht über ein mögliches Tauschgeschäft mit Verbund um 0,86 Prozent vor. Demnach wollen die Österreicher im Gegenzug für Wasserkraftwerke in Deutschland und Österreich ihren Anteil an Enerjisa an Eon abgeben. Ein Börsianer wertet dies positiv, wäre es doch ein erster Schritt in den türkischen Markt, der im Gegensatz zum gesättigten Westeuropa noch viel Wachstum verspreche. Verglichen mit anderen Zielmärkten von Eon wie Indien und Brasilien sei hier zudem das Risiko wohl geringer.

Deutsche Börse gefragt

Gefragt waren auch die Anteilsscheine der Deutschen Börse Chart zeigen. Hier wirkte sich Börsianern zufolge ein Bericht über eine mögliche Verzögerung bei der von Deutschland forcierten Einführung einer Finanztransaktionssteuer positiv aus. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, könnte sich diese bis 2016 verzögern. Die Papiere gewannen 0,68 Prozent.

Nach einer zunächst verhaltenen Kursreaktion zogen die Aktien der Tui Chart zeigen nach Unternehmensaussagen zur Profitabilität um 1,89 Prozent an. Der Deutschland-Chef Christian Clemens hatte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angekündigt, die Umsatzrendite auf dem deutschen Markt in spätestens drei Jahren auf bis zu 3,5 Prozent erhöhen zu wollen.

Im TecDax sanken die Aktien der Software AG Chart zeigen um 1,15 Prozent. Finanzvorstand Arnd Zinnhardt hatte in der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" über mögliche weitere, große Zukäufe gesprochen. Das dürfte die Anleger kaum erfreuen, kommentiert ein Händler die Aussagen des Managers.

Katar macht mit Barclays-Optionen Kasse

Die Aktie der Großbank Barclays Chart zeigen verlor in London mehr als 4 Prozent an Wert, nachdem der größte Aktionär Qatar Holding seine verbliebenen 379 Millionen Optionen auf Barclays-Aktien verkauft hatte. Mit 244 Pence je Stück nahm der Staatsfonds des Emirats Katar 739 Millionen Pfund (rund 913 Millionen Euro) ein. "Wir bleiben strategischer Investor bei Barclays und sind weiterhin zuversichtlich, was die langfristigen Aussichten für das Institut betrifft", sagte der Chef der Qatar Holding, Ahman Al-Sayed. Dank einer von Katar gestemmten, 11,5 Milliarden Pfund schweren Kapitalerhöhung hatte die Bank 2008 keine Staatshilfe annehmen müssen.

Euro hält sich nahe 1,30 Dollar

Der Euro tritt auf der Stelle. Auch der Devisenmarkt blickt nach Brüssel, wo die Euro-Finanzminister erneut über die Zukunft Griechenlands beraten werden. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2969 Dollar und damit in etwa soviel wie am Freitagabend. Zuvor hatte der Euro sein bisheriges Tageshoch bei 1,2985 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2909 (Donnerstag: 1,2893) Dollar festgesetzt.

Deutsche Bundesanleihen bleiben gefragt

Am Rentenmarkt lag der Bund-Future 22 Ticks höher bei 142,34 Zählern. Spanische und italienische Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit wurden dagegen verkauft und rentierten mit 5,65 (zuvor 5,63) beziehungsweise 4,78 (4,76) Prozent.

Entspannung im Nahen Osten drückt Ölpreis

Die Ölpreise gingen mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Januar-Lieferung kostete am frühen Morgen 111,15 US-Dollar und damit 23 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 17 Cent auf 88,11 Dollar. Händler sprachen von einem verhaltenen Wochenauftakt. Zur Entspannung am Ölmarkt habe die etwas ruhigere Lage im Nahen Osten beigetragen.

ak/mg/rtr/dpa-afx

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