25.11.2012
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Börsenausblick
Gezerre um Griechenland belastet Dax

Zank ohne Ende: IWF und EZB fordern neuen Schuldenschnitt für Griechenland, die Bundesregierung schließt das aus
dapd

Zank ohne Ende: IWF und EZB fordern neuen Schuldenschnitt für Griechenland, die Bundesregierung schließt das aus

Den Anlegern am deutschen Aktienmarkt könnte eine unruhige Woche bevorstehen. Vor allem die Frage, ob Griechenland nach wochenlangen Verhandlungen endlich mit der Auszahlung der nächsten Hilfsgelder rechnen kann, dürfte die Gemüter bewegen. Am Montag steht eine Entscheidung an.

Frankfurt am Main - "Die Hängepartie treibt den Anlegern tiefe Sorgenfalten auf die Stirn", sagte ein Händler. Wolfgang Duwe, Aktienstratege bei der Bremer Landesbank, sieht den Dax in den kommenden Handelstagen wieder in Richtung 7000 Punkte fallen.

Bis zum Handelsschluss am Freitag verbuchte der deutsche Leitindex Chart zeigen auf Wochensicht ein Plus von mehr als 5 Prozent auf 7309 Punkte. Erste Fortschritte im US-Haushaltsstreit und ermutigende chinesische Konjunkturdaten hatten die Investoren zuletzt zuversichtlich gestimmt.

Am Montag wird jedoch Sorgenkind Griechenland wieder ins Rampenlicht rücken. Dann kommen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen, um erneut über die Freigabe der Milliardenkredite an das hoch verschuldete Land zu verhandeln. Streitpunkt ist, ob Athen beim Abbau seiner Schulden mehr Zeit bekommen und wer in diesem Fall die entstehende Finanzlücke schließen soll.

Am Freitag lehnte Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut einen Schuldenschnitt für Griechenland ab. Zugleich zeigte sie sich überzeugt, dass am Montag grünes Licht für die Auszahlung neuer Hilfstranchen für das Land gegeben werden könne. In der Nacht zum Mittwoch hatten die Politiker die Gespräche über ein Maßnahmenpaket ergebnislos abgebrochen. Sollte es am Montag kein positives Ergebnis geben, wäre die Enttäuschung enorm, schreibt Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen in einem Kommentar. "Schließlich dürfte der Markt bereits zum Großteil eine Einigung eingepreist haben."

Abseits von Griechenland blicken die Anleger auf die USA, wo Demokraten und Republikaner sich weiterhin um eine Lösung im US-Hauhaltsstreit bemühen. Ohne Einigung drohen zum Jahreswechsel automatische Ausgabensenkungen und Steuererhöhungen, die die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession stürzen könnten. Analysten gehen davon aus, dass sich die Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen auch in den Auftragseingängen langlebiger Güter bemerkbar machen wird. Sie rechnen für Oktober im Schnitt mit einem Rückgang von 0,3 Prozent. Die Daten werden am Dienstag veröffentlicht.

Daniela Pegna, rtr

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