16.11.2012
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Börse
Dax schließt unter 7000 Punkten

Frankfurter Börse: Auf Tagestief ins Wochenende
REUTERS

Frankfurter Börse: Auf Tagestief ins Wochenende

Der Dax verabschiedet sich am Freitag bei 6950 Punkten mit einem Tagestief von minus 1,32 Prozent ins Wochenende. Erstmals seit Anfang September schloss er damit unter der 7000er-Marke. Verlierer des Tages waren die Papiere von Henkel, aber auch Finanztitel wie Commerzbank und Deutsche Bank.

Der Dax Chart zeigen hat sich am Freitag wegen Konjunktur- und Schuldensorgen mit erneuten Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Die Unsicherheiten in der Eurozone und den USA drückten den Leitindex erstmals seit Anfang September wieder unter die Marke von 7000 Punkten. Letztendlich schloss er 1,32 Prozent tiefer bei 6.950 Zählern und damit auf seinem Tagestief. Nach drei Verlusttagen in Folge hat er auf Wochensicht fast drei Prozent eingebüßt. Für den MDax Chart zeigen ging es am Freitag um 1,03 Prozent auf 10.957 Punkte bergab. Der TecDax Chart zeigen fiel um 0,47 Prozent auf 791 Punkte.

"Die alten Sorgen sind wieder da", sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank angesichts der schwachen Markttendenz. "Die Euro-Krise hat mit den ungelösten Problemen in Griechenland und Spanien eine Frischzellenkur erhalten, Amerika streitet sich wieder über die Schuldenproblematik, und zu allem Übel haben wir einen neuen Nahost-Konflikt." Angesichts des Rückfalls unter die 7000 Punkte hatte Händler Markus Huber vom Broker ETX Capital vor Handelsschluss schon vor möglichen weiteren Kursverlusten in der kommenden Woche gewarnt.

Zahlen belasten Henkel, Bayer fest trotz möglichem Bieterkampf

Unternehmensseitig standen die Zahlen von Henkel Chart zeigen im Fokus. Für die Aktien des Konsumgüterkonzerns ging es um 4,6 Prozent bergab, womit sie Schlusslicht im Dax waren. Laut Händlern fielen die Quartalsresultate des Konsumgüterherstellers mehr oder weniger wie erwartet aus. Auch die bestätigten Jahresziele wurden grundsätzlich positiv gesehen. Ein Börsianer sah allerdings das organische Umsatzwachstum etwas unter den Schätzungen, und ein Analyst monierte, die Aussagen zur Unternehmensstrategie klängen enttäuschend.

Dagegen legten die Papiere von Bayer Chart zeigen trotz eines möglichen Bieterkampfes um 0,1 Prozent zu. Stützend wirkte eine Hochstufung durch die US-Bank JPMorgan. Der Wasch- und Putzmittelhersteller Reckitt Benckiser Chart zeigen spuckte dem Pharma- und Chemiekonzern allerdings mit einem Gegenangebot für den US-Anbieter von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln Schiff Nutrition in die Suppe.

Mit einem Aufschlag 0,56 Prozent gehörten die Aktien von SAP Chart zeigen zu den besten Dax-Werten. Bei dem Softwarekonzern wirkten sich laut Händlern Berichte über bekräftigte Langfristziele positiv aus.

Gerüchte stützen Vossloh

Im MDax schafften die Titel von Vossloh Chart zeigen nach erneuten Marktgerüchten über Großaktionär Heinz Hermann Thiele zunächst Gewinne von gut einem halben Prozent, schlossen am Tagesende allerdings im Minus. Laut Händlern wurde am Markt erneut das Gerücht über ein mögliches Gebot des Milliardärs gespielt. Demnach könnte Thiele bis zu 87,50 Euro je Vossloh-Aktie bieten. Thiele hatte Ende Oktober seinen Anteil an dem Verkehrstechnikkonzern auf über 25 Prozent aufgestockt. Nach Ansicht eines Börsianers ist ein Gebot für die restlichen Anteile aber eher unwahrscheinlich, da sich die Eigentümerfamilie von Vossloh nach wie vor gegen eine Übernahme sträubt.

Euro fällt unter die Marke von 1,27 US-Dollar

Der Euro Chart zeigen ist am Freitag unter Druck geraten und unter die Marke von 1,27 US-Dollar gefallen. Die Gemeinschaftswährung leide unter gesunkener Risikofreude, hieß es aus dem Handel. Zuletzt stand der Euro knapp über seinem am Nachmittag markierten Tagestief von 1,2691 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2745 (Donnerstag: 1,2756) Dollar festgesetzt.

"Die schwachen Aktienmärkte haben den Euro mit nach unten gezogen", sagte Uwe Angenendt, Experte der BHF-Bank. Der Blick auf die Kurstafeln der europäischen und der US-Leitbörsen zeigte zum Wochenausklang nur rote Zahlen. Anleger sorgen sich um den künftigen haushaltspolitischen Kurs in den USA und das nach wie vor ungeklärte Schuldendrama in Griechenland.

Die unsichere Lage treibe den Markt in die Defensive, sagten Händler. So konnte der gegenüber dem Euro als sicherere Alternative gehandelte Dollar erstmals seit drei Tagen wieder zulegen. US-Präsident Barack Obama ist mit den Spitzen des Kongresses zusammengetroffen, um die künftige Finanzpolitik zu beraten. "Investoren haben das Risiko vor dem Treffen heruntergefahren", sagte Analyst Brian Daingerfield von der Royal Bank of Scotland.

Ölpreise treten auf der Stelle

Der neu aufgeflammte militärische Konflikt zwischen Israel und Palästina hat am Freitag den Preis am Ölmarkt anziehen lassen. Europäisches Öl der Marke Brent Chart zeigen verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 86,40 Dollar je Fass. Amerikanisches WTI-Öl wurde um 108,78 Dollar gehandelt und damit 0,7 Prozent teurer als im späten Vortagesgeschäft.

Analysten gingen davon aus, dass sich die Preisaufschläge so lange in Grenzen halten dürften, wie nicht auch arabische Staaten in den Konflikt geraten. Denn so lange deren Öl-Lieferungen sichergestellt sind, dürfte die globale Versorgung gesichert sein.

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