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02.11.2012
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US-Wahlen und Börse
Warum Anleger auf Obama hoffen

Von Arne Gottschalck

Wahlkampfpuppen Obama, Romney: Demokratische Präsidenten bescheren häufiger Kursgewinne - zumindest in der Historie
AFP

Wahlkampfpuppen Obama, Romney: Demokratische Präsidenten bescheren häufiger Kursgewinne - zumindest in der Historie

Demokratische US-Präsidenten haben Anlegern im Jahr nach einer Wahl im historischen Schnitt mehr Geld beschert als Vertreter der Republikaner. Doch eine Wiederwahl Obamas ist noch kein Doping für die Börse: Der neue Präsident der USA - gleich ob Obama oder Romney - steuert auf eine Klippe zu.

Hamburg - Politiker in Gummistiefeln sind oft gute Indikatoren für deren Wiederwahl. Gerhard Schröder hat das 2002 demonstriert, als er durch die Untiefen des Elbehochwassers zur erneuten deutschen Kanzlerschaft stapfte. Nun ist es an US-Präsident Barack Obama, sich in den Trümmern, die der Sturm "Sandy" hinterlassen hat, als guter Krisenmanager und Macher zu zeigen.

Auch die jüngsten Daten vom Häuser- und vom Arbeitsmarkt, die auf eine zarte Erholung der US-Wirtschaft hindeuten, kommen für Amtsinhaber Obama wenige Tage vor der Wahl gelegen.

Doch was würde Obamas Wiederwahl für die Finanzmärkte bedeuten? Kann es so etwas wie eine Obama-Hausse geben? Und würde diese auch dem Dax neuen Schwung verleihen?

So hat das Beratungsunternehmen Ned Davis Research herausgefunden, dass Aktienmärkte in einem US-Präsidentenwahljahr meist hohe Erträge liefern. Die Fondsgesellschaft Dexia Asset Management hat diese Studie noch ausgeweitet und dazu die jährliche Wertentwicklung des Aktienindexes S&P 500 seit 1945 untersucht.

Das Ergebnis der Untersuchung läuft dem Vorurteil zuwider, dass ein republikanischer Präsident der Wall Street eher nütze als ein demokratischer Amtsinhaber. Es zeigte sich, dass vor allem das dritte Amtsjahr eines Präsidenten gut für die Börse ist. Es zeigte sich aber auch, dass die Börse im Jahr eins nach einer Wahl dann besonders floriert, wenn ein Demokrat im Weißen Haus sitzt.

Demokratische Präsidenten bescherten Anlegern im Schnitt mehr Geld

Statistisch gesehen bescherten demokratische US-Präsidenten den Anlegern im Wahlfolgejahr ein Plus von 14,51 Prozent, Republikaner verursachten dagegen ein Minus von 2,13 Prozent. Und noch etwas ergab die Studie - gewann der Amtsinhaber, profitierte der Aktionär in der Vergangenheit stärker.

Siegt also Obama, wäre das laut Statistik aus zweierlei Gründen für die US-Börse positiv: Der Amtsinhaber gewinnt die Wahl und gleichzeitig bleibt der Kandidat der Demokratischen Partei am Ruder. Eine Konstellation, die in der Vergangenheit im Schnitt höhere Erträge für Investoren gebracht hatte. Bleibt es dabei, könnten Anleger nach einem Wahlsieg Obamas auf ein gutes Börsenjahr 2013 hoffen.

Das wäre auch gut für Anleger in Deutschland - denn der Dax Chart zeigen folgt dem Dow Jones Chart zeigen in der Regel auf den Fuß. Aus gutem Grund: Die Exportnation Deutschland kann von konsumfreudigen US-Amerikanern zudem nur profitieren. Das zeigt zum Beispiel Volkswagen Chart zeigen , die erst in dieser Woche neue Absatzrekorde in den USA meldeten. Auch Unternehmen aus der chemischen Industrie, BASF Chart zeigen oder Bayer Chart zeigen, profitierten im dritten Quartal dieses Jahres vor allem von den USA. Denn die Exporte in die NAFTA legten um 25 Prozent zu, ihr Wert lag in der Summe bei über 4 Milliarden Euro, rechnet der Verband der chemischen Industrie (VCI) vor.

Ist es also so einfach - eine Wiederwahl Obamas als Doping für die Börse? Es wäre fahrlässig, allein darauf zu setzen. Denn das wirtschaftliche Umfeld ist weitaus komplizierter, und die USA sind unter Zeitdruck.

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