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10.08.2012
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Mehr Privatanleger
Schuldenkrise als Aktien-Doping

Von Arne Gottschalck

Bulle und Bär: Trotz steigender Konjunkturrisiken entdecken wieder mehr deutsche Anleger die Aktie wieder
DPA

Bulle und Bär: Trotz steigender Konjunkturrisiken entdecken wieder mehr deutsche Anleger die Aktie wieder

Trotz Euro-Krise hat sich der Dax erholt, und auch die Zahl der Anleger in Deutschland ist gestiegen. Von einer neuen Kauflust kann jedoch keine Rede sein - Aktienkäufer agieren eher aus Not denn aus Begeisterung.

Hamburg - Auf knapp 7000 Punkte hat sich der Dax Chart zeigen in dieser Woche nach oben getastet - und notierte damit auf dem höchsten Stand seit mehr als 4 Monaten. Und Deutschlands Anleger sind dabei, wie aktuelle Zahlen belegen. Deutschland einig Aktienland? Von wegen.

Zwar steigt die Zahl der Aktionäre tatsächlich an, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) vermeldet - und das sogar deutlich. 10,2 Millionen Deutsche haben im ersten Halbjahr 2012 direkt oder auch indirekt in Aktien investiert. Das ist ein Plus von 17,1 Prozent.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Fondsbranche, in Deutschland vertreten durch den Bundesverband Investment und Assetmanagement (BVI), meldet weiter einen rückläufigen Trend. Aus Aktienfonds zum Beispiel zogen die Anleger zwischen Januar und Juni 2012 mehr als 5 Milliarden Euro ab. Dafür aber waren Mischfonds gefragt, die wiederum auch in Aktien investieren.

Eine mögliche Erklärung liegt darin, dass das DAI die Zahl der Aktionäre erfasst. Und die wächst - unter anderem, weil die Schuldenkrise die Wertschätzung der Aktie erhöht hat. Die Zahlen des BVI hingegen addieren die Summe der eingesammelten Gelder, nicht aber die Zahl der Fondsanleger. Mehr Anleger also, aber mit weniger Geld - ein Befund, der in das Gesamtbild der Bild der vergangenen Monate passt.

Hohe Unsicherheit, hohe Schwankungen

Der Sommer 2012 ist von hoher Unsicherheit geprägt. "Für die Aktienmärkte und risikoträchtigen Anlageformen allgemein war der Juli ein unruhiger Monat", sagt zum Beispiel Anthony Lawler, Portfoliomanager der Fondsgesellschaft GAM. "Zwar beendete der MSCI World den Berichtszeitraum mit einem Plus von 1,3 Prozent. Zwischenzeitlich wechselte das Kursbarometer jedoch viermal die Richtung und stieg oder fiel jedes Mal um mehr als 3 Prozent."

Genau dieses Hin und Her macht die Arbeit der Investoren so schwierig - und lässt die Unruhe weiter wachsen. Die Privatbank Ellwanger & Geiger zum Beispiel schreibt in ihrem Bericht: "Bis zum September und den darauf folgenden Ankündigungen der Zentralbanken werden uns die volatilen Marktentwicklungen erhalten bleiben. Zum Aufspringen auf den Kurszug ist es wohl zu spät, Käufe empfehlen wir erst nach stärkeren Kursrückgängen."

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