Frankfurt am Main - Gewinnmitnahmen im späten Handel: Der Dax
schloss am Montag auf Xetra 0,3 Prozent schwächer bei 7833 Punkten, nachdem er in der abgelaufenen Handelswoche zwei Prozent gewonnen und am Montag Vormittag kurzzeitig ein neues Fünf-Jahres-Hoch bei 7871 Zählern markiert hatte.
Einen neuen konjunkturellen Hoffnungsschimmer brachten die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA, die im Dezember um 4,6 (Prognose: 1,8) Prozent anzogen - deutlich stärker als erwartet. Dies spreche für eine "aufgehellte Investitionsstimmung" in der weltgrößten Volkswirtschaft, sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.
Die US-Börsen starteten dennoch verhalten in die Handelswoche. Sowohl Dow Jones
als auch Nasdaq Composite
pendelten um den Vortagesschluss. Der Dow Jones hatte in den vergangenen acht Handelstagen bereits kräftig zugelegt.
Unter den Aktionären des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar
war die Stimmung unterdessen gut. Der Konzern hat - einen Bilanzbetrug bei seiner China-Sparte herausgerechnet - für das abgelaufene Quartal einen höheren Gewinn als erwartet ausgewiesen. Die Aktien zogen um 1,2 Prozent an.
Finanztitel starten Erholungsversuch, Eon unter Druck
Dass Anschlusskäufe bislang ausblieben, erklärten Händler auch mit Daten der EZB. Demnach haben die Banken der Euro-Zone im Dezember den achten Monat in Folge weniger Kredite vergeben. "Auf der Kreditseite sind noch keine Anzeichen einer Trendwende nach oben zu beobachten. Solange das so bleibt, wird die von uns erwartete konjunkturelle Belebung keine Dynamik entwickeln können", kommentierte Heinrich Bayer von der Postbank.
Finanz- und Technologiewerte verbuchten leichte Zuschläge. So legten zum Beispiel Deutsche Bank
und Commerzbank
jeweils leicht zu.
Unter besonderen Abgabedruck gerieten Eon
mit einem Minus von rund 2 Prozent. Händlern zufolge lastete eine auf "Underweight" gesenkte Anlageempfehlung von JP Morgan auf den Titeln. Größter Gewinner waren Volkswagen
mit einem Plus von 1,4 Prozent. Hier folgten Investoren einer Kaufempfehlung von Kepler.
Euro gut gepolstert
Am Devisenmarkt blieb der Euro gut nachgefragt. Händler sagten, die Marke von 1,34 Dollar - die für die Gemeinschaftswährung auf dem Weg nach oben so hart zu knacken gewesen war - sei inzwischen eine verlässliche Basis. Wann immer der Kurs falle, setzten auf diesem Level neue Käufe ein.
Der Euro kostete 1,3450 Dollar und hielt sich damit knapp unter dem am Freitag erreichten Elf-Monats-Hochs bei 1,3479 Dollar. Recht schwach lief dagegen der Yen, der zur US-Währung auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren fiel: Ein Dollar kostete zeitweise mehr als 91 Yen.
Zu Monatsbeginn war er noch vier Yen günstiger. Hauptgrund ist die Politik von Ministerpräsident Shinzo Abe, die zur Ankurbelung der exportabhängigen Wirtschaft eine schwache heimische Währung anstrebt.
mg/dpa-afx
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