Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenschluss leicht nachgegeben. An diesem Freitag gab der Dax
um 0,2 Prozent nach und ging bei 7517 Punkten aus dem Xetra-Handel. Auf Wochensicht hat er sich damit um 1,5 Prozent vorgearbeitet. In den vergangenen drei Wochen ging es für den Dax um bis zu 600 Punkte oder fast 9 Prozent nach oben.
Das am Vortag erreichte Jahreshoch zeige, dass der Markt tendenziell weiter nach oben wolle, schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Hessen-Thüringen. Für einen Dämpfer sorgten im späten Handel jedoch US-Konjunkturdaten.
US-Verbrauchervertrauen bricht vor Weihnachten ein
Kurz vor Jahresende blicken die US-Konsumenten deutlich skeptischer in die Zukunft. Der Index für das Verbrauchervertrauen fiel Anfang Dezember nach vorläufigen Berechnungen auf 74,5 von 82,7 Punkten, wie die Universität Michigan am Freitag mitteilte. Der Einbruch kommt überraschend: Analysten hatten lediglich mit einem minimalen Rückgang gerechnet.
Für Unsicherheit sorgt nun auch unter den Verbrauchern die sogenannte "Fiskalklippe", mit der zum Jahreswechsel automatisch massive Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Kraft zu treten drohen. Dies könnte die USA in die Rezession treiben und verunsichert die Finanzmärkte seit Wochen.
Die Daten bremsten auch den Dow Jones
, der am Abend um den Vortagesschluss dümpelte. Der Einbruch des Verbrauchervertrauens sei nur damit zu erklären, dass die US-Bürger nicht wüssten, was in den nächsten Monaten in der Finanzpolitik auf sie zukomme, sagte Postbank-Analyst Heinrich Bayer.
T-Aktie unter Druck - Telekom kürzt Dividende
Am Dax-Ende ging es für die Aktien der Deutschen Telekom
um rund 2 Prozent nach unten. Der Bonner Konzern habe die Dividende für die beiden kommenden Jahre deutlicher reduziert als allgemein erwartet, kommentierten Börsianer den Kursrutsch.
Die Aktien von Volkswagen
und Beiersdorf
gehörten dagegen zu den Gewinnern im Dax. Beide Unternehmen gehören auch zu den stärksten acht Dax-Werten, die seit Jahresbeginn 40 Prozent oder mehr an Wert zugelegt haben.
Linde
notierten kaum verändert, nachdem JPMorgan die Bewertung der Papiere mit "Overweight" wieder aufgenommen hatte.
Euro etwas schwächer
Der Euro
notiert weiter unter der Marke von 1,30 US-Dollar. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2950 Dollar und damit so viel wie am späten Vorabend. Am Donnerstag war der Euro nach Spekulationen auf eine abermalige Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) spürbar unter Druck geraten.
Ölpreise steigen
Die Ölpreise legten leicht zu. Im Handel wurde auf die festen Aktienmärkte Asiens als Unterstützung verwiesen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent
zur Januar-Lieferung kostete am Morgen 107,27 US-Dollar. Das waren 24 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 86,52 Dollar.
mg/dpa-afx
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