Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat auch am Donnerstag kräftig zugelegt. Konjunkturdaten aus China und die Waffenruhe im Nahen Osten hielten den Stimmungspegel nach bislang durchweg positivem Wochenverlauf oben. Zudem besorgte sich Spanien problemlos frisches Kapital.
Der Dax
gewann bis zum Handelsschluss auf Xetra 0,8 Prozent auf 7244 Punkte und übertraf in der Wochenbilanz damit die 4-Prozent-Marke.
Chinas Industrie wieder auf Wachstumskurs
Grund für die Erholung: Chinas Industrie kam nach einer längeren Schwächephase wieder stärker in Schwung. Erstmals seit 13 Monaten ist der Stimmungsindikator der Einkaufsmanager in der Industrie wieder über die Expansionsschwelle von 50 Punkten gestiegen und liefert damit Hinweise auf ein Wachstum im Verarbeitenden Gewerbe.
Zudem ist die letztlich erfolgreiche Auktion spanischer Staatsanleihen für Händler Markus Huber vom Broker ETX Capital ein Gradmesser für das Vertrauen der Anleger in eine Lösung für das hochverschuldete Griechenland am kommenden Montag. Dann wollen die internationalen Geldgeber ihre vertagten Verhandlungen fortsetzen.
Die US-Börsen bleiben wegen des Thanksgiving-Feiertages geschlossen, die Umsätze sind daher vergleichsweise dünn.
Lufthansa sehr fest
Besonders gefragt waren die Papiere der Lufthansa
mit einem Aufschlag von 4,44 Prozent, dicht gefolgt von den Aktien der Commerzbank
. Auch die konjunktursensiblen Titel von ThyssenKrupp schlossen sich nach vorbörslichen Verlusten dem freundlichen Trend an, auch wenn sich einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge der Verkauf der neuen Stahlwerke in Brasilien und in den USA länger hinziehen wird als gedacht.
United Internet nach Zahlen sehr fest
United Internet
legten im TecDax
nach Zahlen um 3,71 Prozent zu. Der Internetdienstleister rund um 1&1, GMX und Web.de hatte im dritten Quartal dank starker Geschäfte mit neuen Produkten den Umsatz gesteigert und die Jahresprognose bestätigt. Analysten bewerteten das Zahlenwerk überwiegend positiv.
Im MDax
verbesserten sich Celesio-Aktien nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" um überdurchschnittliche 1,94 Prozent. Nach Informationen des Blattes sondiert der Vorstandschef des Pharmagroßhändlers, Markus Pinger, Alternativen zum Mehrheitsaktionär Haniel. Der Vorstoß von Pinger sei das Ergebnis der schwachen Finanzlage Haniels mit hohen Schulden, hieß es in dem Bericht. Haniel selbst dementierte dies gegenüber der Zeitung zwar, für Übernahmefantasie sorgte der Bericht dennoch.
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