New York / Frankfurt am Main - Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger auch am Mittwoch weiter Gewinne mitgenommen. Der Dax
ging mit einem Abschlag von 0,93 Prozent auf 6843 Punkte aus dem Handel, nachdem bereits tags zuvor moderate Gewinnmitnahmen die jüngste Aufwärtsbewegung gestoppt hatten.
Am Montag noch hatte der Leitindex in Erwartung des neuen Griechenland-Rettungspakets auf dem höchsten Stand seit dem 1. August 2011 geschlossen. Der MDax
gab um 0,8 Prozent auf 10.380 Punkte nach und der TecDax
verlor 1,0 Prozent auf 777 Punkte.
"Es war ein ruhiger und unmsatzarmer Tag mit wenig kursbewegenden Nachrichten, den die Anleger für Gewinnmitnahmen nutzten", sagte Händler Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandelsbank. Nach der Einigung auf das Rettungspaket für Griechenland hole der Markt nun ein wenig Luft, um dann als nächstes die Marke von 7.000 Punkten zu testen.
Nach Aussage eines weiteren Händlers hatten sich außerdem etwas enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone belastend ausgewirkt.
Das Griechenland-Drama sei nicht ausgestanden und belaste weiterhin, hieß es. Im Fokus stehe weiterhin die griechische Schuldenkrise und die Frage, wie viele Banken sich tatsächlich an dem Schuldenschnitt beteiligen werden.
Wall Street knapp im Minus - Dell unter Druck
An der Wall Street gaben Dow Jones
und Nasdaq Composite
im frühen Handel jeweils leicht nach und verloren bis zum Abend jeweils 0,4 Prozent an Wert. Am Vortag hatte der Dow erstmals seit Mai 2008 die Marke von 13.000 Zählern und damit das Niveau vor der Finanzkrise erreicht.
Unter den Einzelwerten gerieten Aktien des Computerbauers Dell
nach der Bekanntgabe aktueller Zahlen unter Druck. Dem Computerkonzern machen die rückläufigen PC-Verkäufe zu schaffen. Die Aktie fiel um knapp 5 Prozent.
Der Technologiekonzern Hewlett-Packard
wird seine Bilanz am Mittwoch voraussichtlich nach Börsenschluss vorlegen.
Ölpreis auf Neunmonatshoch - Lufthansa sehr schwach Die wegen des Atomstreits mit Iran anhaltende Furcht vor einem Angebotsengpass hat den Ölpreis am Mittwoch erneut steigen lassen. Die Nordsee-Sorte Brent und das US-Öl WTI kosteten mit 121,92 beziehungsweise 106,41 Dollar je Barrel jeweils so viel wie zuletzt im Mai 2011. Darüber hinaus ziehe die Nachfrage dank der Konjunkturerholung wieder an, während gleichzeitig die Reservekapazitäten der Opec-Staaten auf einem Tiefpunkt seien, schrieben die Analysten von Goldman Sachs in einem Kommentar.
Der hohe Ölpreis sowie der sich hinziehende Fluglotsenstreik belasteten die Aktien der Lufthansa
, die 2,6 Prozent verloren.
Commerzbank vor Bilanzvorlage schwächer
Auch die Aktien der Commerzbank
gehörten einen Tag vor Bilanzvorlage zu den Verlierern im Dax. Befürchtungen, dass die Abschreibungen auf griechische Anleihen höher als erwartet ausfallen werden, drückten die Aktie um mehr als 3 Prozent nach unten.
MDax: Spanische Sparkasse steigt bei Tui aus
Die Aktien von Tui
büßten als schwächster MDax-Wert
5,25 Prozent auf 6,14 Euro ein. Die spanische Sparkasse CAM steigt wie erwartet beim Reisekonzern aus. Die Bank hat ihren 5,1-prozentigen Anteil für rund 77 Millionen Euro an institutionelle Investoren verkauft. Händler sahen negativ, dass der Preis am unteren Ende der anvisierten Spanne lag.
Zu den Favoriten im MDax
zählten die Titel von Rheinmetall mit plus 1,02 Prozent auf 44,44 Euro. Der Rüstungskonzern setzte 2011 vor allem dank eines starken Wachstums in der Autosparte deutlich mehr um als im Vorjahr.
Euro weiter über 1,32 US-Dollar
Der Euro
hat am Mittwoch weiter über der Marke von 1,32 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3230 (1,3222) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7559 (0,7563) Euro.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,59 (Dienstag: 1,62) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,22 Prozentpunkte auf 130,59 Punkte. Der Bund Future gewann 0,29 Prozent auf 138,36 Punkte.
mg/dpa-afx
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