Frankfurt am Main - Der deutsche Leitindex Dax
schloss 0,65 Prozent höher bei 5951 Punkten. Zeitweise war der Dax bis auf 5860 Zähler gefallen. Auf Wochensicht bedeutet das dennoch ein Minus von 0,9 Prozent. Der MDax stieg am Freitag um 0,4 Prozent auf 8116 Punkte und der TecDax gewann 1,2 Prozent auf 733 Punkte.
Die gefragtesten Werte im Dax waren Metro
mit 2,7 Prozent im Plus. Danach folgten die Deutsche Telekom, die um 2,3 Prozent zulegen konnten, und Merck, die 1,78 Prozent hinzugewannen.
Die Negativliste führten dagegen die Commerzbank mit einem Verlust von 2 Prozent an. Spekulationen auf eine mögliche Kapitalerhöhung belasteten die Aktie. Zu den stärksten Verlierern zählten zudem Adidas mit einem Minus von 1,12 Prozent. Die Papiere von Infineon
verloren 0,95 Prozent, nachdem Gerüchte über ein Interesse von Intel an der Speicherchipsparte die Aktie am Vortag deutlich angetrieben hatten.
Auch der Euro erholte sich weiter: Die europäische Gemeinschaftswährung kostete nach Bestimmung der Europäischen Zentralbank 1,2713 Dollar, nach 1,2693 am Vortag.
Bernanke: "Weitere unkonventionelle Maßnahmen"
Bernanke hatte auf einer Notenbankkonferenz in Jackson Hole angekündigt, dass die US-Notenbank Fed weitere unkonventionelle Maßnahmen ergreifen würde, falls sich der Wachstumsausblick signifikant eintrüben sollte. Das bedeutet, dass die Fed möglicherweise weitere Staatsanleihen aufkaufen und ihre Bilanz ausdehnen könnte - was praktisch bedeutet, dass die Fed zur Stützung der US-Konjunktur erneut die Notenpresse anwirft.
An der Wall Street wurden diese Äußerungen mit Erleichterung aufgenommen. Sowohl Dow Jones
als auch Nasdaq Composite
notierten zum Xetra-Schluss in Deutschland jeweils 1,1 Prozent im Plus.
Positiv aufgenommen wurde auch, dass in den USA das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal weniger stark nach unten revidiert wurde als befürchtet. Die US-Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal immerhin noch mit 1,6 Prozent.
Ein von der Uni Michigan nach unten überarbeitetes Konsumklima trübte die Stimmung dagegen nur kurzzeitig. "Die Nervosität bleibt aber hoch", sagte Aktienhändler Jörg Heineke von TAO Capital. Weitere US-Daten dürften daher in der kommenden Woche sehr genau untersucht werden.
mak/reuters/ddp
© manager magazin Online 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH