Dienstag, 18. September 2018

Yuan erzielt Minusrekord Setzt Peking Chinas Währung als Waffe gegen Trump ein?

Yuan vs. Dollar: Die chinesische Währung verlor zuletzt massiv an Wert - steckt Peking dahinter?

Lässt Peking im Handelskonflikt mit den USA jetzt auch am Devisenmarkt die Muskeln spielen? Es sieht ganz so aus: Seit Ende 2016 hatte sich die chinesische Währung, der Yuan, eigentlich ziemlich stabil gehalten. Seit die Spannungen zwischen Washington und der Volksrepublik rund um das Thema Außenhandel jedoch zugenommen haben, befindet sich auch der Yuan auf Talfahrt.

Der Juni, so viel steht inzwischen fest, war rückblickend der schwächste Monat, den die chinesische Währung gegenüber dem US-Dollar überhaupt bislang erlebt hat. 3,3 Prozent verlor der Yuan binnen des einen Monats gegenüber der US-Währung an Wert - am Devisenmarkt sind das Welten. Seit einem Zwischentief Anfang Februar dieses Jahres beträgt der Wertverlust inzwischen sogar etwa 6 Prozent.

Die Frage ist nun: Geht die Yuan-Talfahrt auf gewöhnliche Marktkräfte zurück? Oder steckt womöglich der gezielte Wille Pekings dahinter, das auf diese Weise eine Botschaft an US-Präsident Donald Trump senden könnte? Trump hatte im Juni Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar verkündet. Zusätzliche Abgaben auf chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar hat er bereits angekündigt.

China reagierte auf Trumps Maßnahmen zwar seinerseits mit Extrazöllen auf US-Produkte. Auf dem Devisenmarkt könnten die Chinesen allerdings eine weitere Flanke im Handelskonflikt eröffnen. Den US-Präsidenten würden sie dabei an einem besonders wunden Punkt treffen - schon in seinem Wahlkampf wetterte Trump gerne gegen die Volksrepublik, die ihre Währung angeblich künstlich abwerte, um die eigene Wirtschaft zu bevorteilen.

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