Dienstag, 30. August 2016

Wahlkampfunterstützung in Millionenhöhe Trump nimmt kein fremdes Geld? Offenbar doch

Diese Milliardäre mischen im US-Wahlkampf mit: Amerikas heimliche Präsidentenmacher
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AFP

"Ich brauche das Geld von niemandem", tönte Donald Trump, als er im Juni ankündigte, sich für das höchste Amt im Staat zu bewerben. Es ist eines seiner Hauptargumente. Eines, das ihn nach eigenen Worten von all seinen Konkurrenten unterscheidet."Ich verwende mein eigenes Geld, brauche keine Lobbyisten, keine Spender. Ich bin wirklich reich."

Mittlerweile ist der umstrittene Milliardär von seinem angekündigten Kurs allerdings abgekommen. Vor dem heutigen "Super Tuesday" sieht es tatsächlich so aus, als könne Trumps Wahlkampf tatsächlich bis zur Wahl des US-Präsidenten am 8. November 2016 andauern - und entsprechend teuer werden. Auf Trumps Internetseite prangt inzwischen ein dicker Spenden-Button.

Allein bis Ende Januar sammelte Trump laut eigenen Angaben rund 7,4 Millionen Dollar an Spenden ein. Der Großteil davon stammt laut Trump von Kleinspendern.

Allerdings ist Trump sehr bemüht, sich weiter als unabhängig von den umstrittenen Super-Pacs zu präsentieren. Das Politische Aktionskomittee (PAC) "Make America Great Again", dessen Namen er sich bereits vor Jahren persönlich schützen ließ, ließ der Republikaner mittlerweile wieder dicht machen.

Das Spendensammeln geht indes weiter. Unter anderem über Bettelmails, die sich gezielt an potenzielle Unterstützer richten. Um möglichst viele Republikaner mit ihrer elektronische Spendenbitte zu erreichen, bietet das Team Trump denjenigen, die über republikanische Mail-Listen verfügen, sogar ein Drittel des Spendenaufkommens, das auf ihre Liste zurückgeht.

Damit lässt sich schließlich auch einiges an Spenden akquirieren - und es beschädigt nicht so stark das angebliche Self-Made-Image, das Trump immer noch bemüht.


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