Freitag, 30. September 2016

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Super Tuesday in USA Clinton und Trump triumphieren, Cruz gewinnt in Texas

Clinton, Trump (links): Clinton gewann in mindestens sieben, Trump in mindestens sechs Staaten. Der Kandidatur sind beide einen Schritt näher gerückt

Am "Super Tuesday" gewinnen Hillary Clinton und Donald Trump die Mehrheit der Bundesstaaten für sich. Im Vorwahlkampf der Republikaner konnte Ted Cruz seinem Rivalen Donald Trump jedoch wichtige Stimmen abjagen.

Hillary Clinton und Donald Trump sind am "Super Tuesday" der US-Vorwahlen mit großen Siegen einer Präsidentschaftskandidatur für ihre Partei näher gekommen. Die frühere US-Außenministerin Clinton gewann zunächst mit Texas, Tennessee, Virginia, Georgia, Alabama, Massachusetts und Arkansas mindestens sieben der elf Staaten sowie das Außengebiet in Samoa.

Der umstrittene Immobilien-Milliardär Trump siegte in mindestens sechs Staaten. Georgia, Alabama, Massachusetts, Virginia und Tennessee und Arkansas. Er verlor aber den wichtigen Staat Texas an dessen erzkonservativen Senator Ted Cruz. In Texas ging es bei den Demokraten um 252 und bei den Republikanern um 155 Delegierte.

Auch Oklahoma ging an Cruz. In Vermont lag Trump mit John Kasich Kopf-an-Kopf.

Bei weiteren Staaten lagen Trump und Clinton aussichtsreich im Rennen. Beide sind auf dem Weg zur Kandidatur aber längst nicht durch. Am 8. und 15. März stehen erneut wichtige Vorwahltermine bevor.

Am "Super Tuesday" wurden rund 20 Prozent aller Delegierten vergeben; 600 bei den Republikanern und rund 1000 bei den Demokraten. Um nominiert zu werden, muss ein republikanischer Bewerber auf mindestens 1237 Delegierte kommen, ein demokratischer auf 2383.

Clinton-Konkurrent Bernie Sanders gewinnt in Vermont und Oklahoma

Bei den Demokraten lieferte Clintons Kontrahent Bernie Sanders der früheren First Lady und Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton in einigen Staaten einen harten Kampf. Sanders gewann nicht nur seinen Heimatstaat Vermont, er siegte auch in Oklahoma und lag am Morgen in Colorado aussichtsreich. Massachusetts gewann Clinton knapp. Im Februar hatte Sanders bereits New Hampshire für sich entschieden.

"Im ganzen Land haben Demokraten heute dafür gestimmt, Mauern einzureißen, so dass wir zusammen großartig sein können", sagte Hillary Clinton bei einem Auftritt in Florida. "Amerika ist stark, wenn wir alle zusammen stark sind. Amerika hat nie aufgehört, großartig zu sein."

Trump gab sich bei einer Pressekonferenz in Florida für seine Verhältnisse vergleichsweise sachlich. Er wolle die Partei der Republikaner einen und auf Dialog setzen. "Ich bin einer der die Wahrheit sagt und ich werde die Wahrheit sagen", beteuerte der Immobilienmogul aus New York.

Schlappe für Marco Rubio - letzte Hoffnung Florida

Die Parteiführung der Republikaner stemmt sich vehement gegen eine Kandidatur des exzentrischen Seiteneinsteigers. Marco Rubio, Hoffnungsträger des Establishments, konnte jedoch erneut beim Wähler nicht überzeugen. In Virginia unterlag der Senator aus Florida Trump zwar nur knapp. In vielen anderen Staaten gelang ihm zunächst kein Sieg, er wurde teilweise sogar von Cruz oder Kasich auf Rang drei verwiesen und könnte bei der Vergabe der Delegierten dort leer ausgehen. Allerdings könnte ihm in Minnesota ein Sieg gelingen.

Rubio erklärte vor Anhängern, in zwei Wochen in seinem Heimatstaat Florida werde er richtig angreifen. Er bezeichnete Trump als Trickbetrüger. "Die Partei von Lincoln und Reagan und die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten werden niemals von einem Hochstapler übernommen werden", rief Rubio.

Anders als Rubio konnte der Texaner Cruz positive Stimmung in Wahlergebnisse ummünzen. Der erzkonservative Senator fuhr in seinem Heimatstaat Texas einen klaren Sieg ein und konnte auch in Oklahoma Trump auf Distanz halten. Cruz hat damit nach seinem Sieg in Iowa zum Auftakt des Vorwahlreigens bereits drei Siege auf dem Konto.

la/dpa

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