Sonntag, 28. August 2016

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Hollywood-Flop über Apple-Gründer Steve-Jobs-Film fällt beim Publikum grandios durch

Flop trotz Staraufgebots? Schauspieler Michael Fassbender in der Rolle des "Steve Jobs"
Universal Pictures
Flop trotz Staraufgebots? Schauspieler Michael Fassbender in der Rolle des "Steve Jobs"

Der neue Kinofilm über Steve Jobs wurde schon im Vorfeld von Personen, die dem Apple-Gründer nahestanden, kritisiert - nun scheint er auch beim Publikum übel durchzufallen. Wie das US-Blog "Cult of Mac" berichtet, wurde der Film, der in Deutschland am kommenden Donnerstag anlaufen soll, bereits kurz nach dem Start aus mehr als 2000 Kino wieder verbannt. Grund sei das geradezu dramatisch schwindende Publikumsinteresse.

So seien die Umsätze von "Steve Jobs" am vergangenen Wochenende um rund 70 Prozent auf nur noch 823.000 Dollar geradezu abgestürzt, berichtet "Cult of Mac" mit Verweis auf Daten der einschlägigen Website Boxofficemojo.com. Nur noch 421 Filmtheater haben den Streifen demnach im Programm - wenige Tage zuvor waren es noch 2493.

Schon am Eröffnungswochenende hatte "Steve Jobs" Berichten zufolge die Erwartungen nicht erfüllt. Laut Schätzungen hätte der Film an den wichtigen ersten drei Tagen ein Ergebnis zwischen 15 Millionen und 19 Millionen Dollar einspielen sollen. Tatsächlich kamen aber lediglich 7,3 Millionen Dollar in die Kasse, wie der Business Insider schreibt.

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Seit dem Kinostart vor fünf Wochen hat "Steve Jobs" Laut "Cult of Mac" insgesamt nur knapp 17 Millionen Dollar erlöst. Das seien kaum mehr als das Gesamtergebnis der ersten Steve-Jobs-Biopics, das vor einigen Jahren mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle lief, und bei dem es sich um eine deutlich kleinere Produktion gehandelt hatte.

So droht "Steve Jobs" trotz des prominenten Line-ups zu einem der großen Flops des Jahres zu werden. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Aaron Sorkin, der im Skript für "The Social Network" schon Facebook-Gründer Mark Zuckerberg porträtiert hatte. Regie führte bei Danny Boyle ("Slumdog Millionaire"), die Hauptrolle spielt der Deutsch-Ire Michael Fassbender.

Über die Gründe für den Misserfolg kann wohl nur spekuliert werden. Laurene Powell Jobs, die Witwe des verstorbenen Apple-Gurus, hatte das Filmprojekt schon vor dem Start scharf kritisiert, weil es der Persönlichkeit von Steve Jobs angeblich nicht gerecht werde. Ähnliche Kritik war von anderen Personen zu hören, die dem Porträtierten zum Teil ebenfalls nahestanden.

Drehbuchautor Sorkin wies die Kritik, der Film enthalte Fehler und stelle die Wirklichkeit nicht korrekt dar, zwar zurück. Möglicherweise lassen sich potenzielle Zuschauer, zu denen vor allem die vielen tausend Apple-Fans weltweit zählen dürften, aber dennoch durch die kritischen Äußerungen vom Kinobesuch abhalten.


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