Sonntag, 18. November 2018

Brexit als Gehaltsturbo So viel verdienen Fondsmanager in Deutschland

Bankenmetropole Frankfurt: Künftig noch mehr Jobs im Fondsmanagement?

Die Gehaltsaussichten der Manager von Investmentfonds sind hierzulande ausgezeichnet, und das liegt nicht zuletzt am bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EU. Das ist jedenfalls die These einer Studie der Frankfurter Personalberatung Banking Consult, aus der der Nachrichtendienst Bloomberg zitiert.

Der Grund: Im Zuge des anstehenden Brexits verlagern aller Voraussicht nach viele Finanzhäuser große Teile ihres Portfoliomanagements aus London an andere Standorte. Deutschland, namentlich Frankfurt, soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) etwa erwartet, dass etwa die Hälfte aller Jobs, die aufgrund des Brexits aus Großbritannien abgezogen werden, künftig in der deutschen Bankenmetropole angesiedelt werden.

Das hieße, dass in Frankfurt in den kommenden Jahren mindestens 8000 neue Stellen im Fondsmanagement und verwandten Berufsfeldern entstehen würden. Laut Banking Consult intensiviert dies den Wettbewerb der Investmenthäuser um gute Leute - und verbessert deshalb deren Gehaltsperspektiven.

Der Studie von Banking Consult zufolge können sich Fondsmanager in Deutschland schon jetzt nicht über möglicherweise zu bescheidene Entlohnung beklagen. Ein Portfoliomanager mit mindestens sieben Jahren Berufserfahrung etwa verdient laut Studie derzeit bis zu 160.000 Euro fix. Hinzu kommen Boni in Höhe von bis zu 96.000 Euro pro Jahr.

Selbst Berufseinsteiger stehen mit bis zu 84.000 Euro im Jahr gut da. Bei Abteilungsleitern im Fondsmanagement erreicht das Jahresgehalt laut Banking Consult sogar eine Niveau von bis zu 400.000 Euro.

cr

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