Freitag, 22. März 2019

Ab September Der neue Zehn-Euro-Schein

Der neue "Zehner" (Vorder- und Rückseite durch Klick auf Bild zu sehen) soll deutlich fälschungssicherer sein

Die neuen Zehn-Euro-Scheine sind dicker, schwerer, strapazierfähiger. Auch fälschungssicherer sollen sie sein, behauptet die EZB. Ab 23. September kommen die neuen Noten in den Umlauf, der Zwanziger soll 2015 folgen.

Frankfurt am Main - Ein überarbeiteter Zehn-Euro-Schein soll die Gemeinschaftswährung noch sicherer gegen Geldfälscher machen. EZB-Direktor Yves Mersch stellte die Banknote jetzt feierlich in Frankfurt vor.

Da ihr Design dem der bisherigen 10-Euro-Note ähnelt, sei der Wiedererkennungswert hoch, sagte Mersch und betonte: "Die Euro-Banknoten und -Münzen sind ein greifbares Symbol unserer Entschlossenheit, die Europäische Union in all ihrer Vielfalt zu unterstützen." Der neue Zehner wird am 23. September in Umlauf gebracht. Der Zwanziger soll 2015 folgen.

Ziel der neuen "Europa-Serie" ist vor allem, Geldfälschern einen Schritt voraus zu bleiben. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele sagte: "Mit dem neuen 10-Euro-Schein wird es für die Bevölkerung leichter, die Echtheit der Noten zu überprüfen. Für die Fälscher wird es hingegen schwieriger."

Wie die EZB bezifferte betonte, stieg im vergangenen Jahr in der Euro-Zone das Falschgeldaufkommen um 26 Prozent. Die Behörden hätten 670.000 falsche Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Gegen den Trend sank in Deutschland die Zahl der sichergestellten "Blüten" um 6 Prozent auf 39.000 gefälschte Euro-Banknoten. In Deutschland kommen umgerechnet fünf falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner, im Euro-Raum zwanzig. Über die Gründe für diese Unterschiede wollen Bundesbank und EZB nicht spekulieren.

Dicker, schwerer, strapazierfähiger

An den Sicherheitsmerkmalen der neuen "Europa-Serie" indes haben Notenbankexperten seit Jahren getüftelt: Das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins zeigen nun die griechische Mythenfigur Europa. Der aufgedruckte Wert ändert seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau, wenn man den Geldschein etwas neigt. An beiden Rändern auf der Vorderseite des Scheins ist eine Art Riffelung. Und: Die Farbe der künftigen Zehner ist kräftiger.

Der neue Schein ist wie der Fünfer, der seit Mai 2013 im Umlauf ist, etwas dicker und schwerer als sein Vorgänger, weil er mit einem Speziallack überzogen ist. Das soll die Banknote, die häufig den Besitzer wechselt, strapazierfähiger machen. Dies senke die Kosten und schütze die Umwelt, betonte die EZB.

In den nächsten Jahren sollen nach und nach auch die übrigen Banknoten überarbeitet werden. Erhalten bleiben die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. "Auch die neuen Euro-Noten zeigen die Einheit und die Vielfalt unsere Kontinents", hatte EZB-Präsident Mario Draghi betont.

Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen, irgendwann auf ihren alten Scheinen sitzenzubleiben, betonte der Bankenverband: "Die "alten" Banknoten werden zwar nach und nach aus dem Verkehr gezogen, sie behalten aber weiter ihre Gültigkeit."

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung