Freitag, 26. August 2016

Comeback der ehemaligen Repower am Aktienmarkt Windkraftfirma Senvion will bis Juni an die Börse

Comeback: Windrad von Senvion

Der einstige Börsen-Überflieger Repower steht vor einem Comeback am Aktienmarkt. Finanzinvestoren wollen den inzwischen in Senvion umbenannten Hersteller von Windkraftanlagen bis Juni wieder an die Börse bringen.

Im Rahmen einer Privatplatzierung sollen bestehende Aktien an institutionelle Investoren verkauft werden, wie Senvion am Montag in Hamburg mitteilte. Dabei wollen sich die bisherigen Eigentümer in einem ersten Schritt von Anteilen trennen. Später sei auch die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung von Wachstum möglich.

Dazu strebt der Nordex-Konkurrent eine Notierung im regulierten Markt ("Prime Standard") der Frankfurter Wertpapierbörse an. Senvion-Vorstandschef Jürgen Geißinger sagte: "Der Zugang zu den Kapitalmärkten wird unser globales Profil stärken, uns bei der Eroberung neuer Märkte helfen und unseren Wachstumskurs unterstützen." Das Unternehmen gab nicht an, wie viel Erlös sich die Eigner von dem Schritt versprechen.

Suzlon reichte Senvion an Finanzinvestoren weiter

Senvion hieß früher Repower und war unter diesem Namen bereits bis 2011 an der Börse. Vor der Finanzkrise war der Kurs der Aktie zeitweise über die Marke von 200 Euro gesprungen, nachdem es 2002 für 41 Euro an die Börse gebracht worden war.

Der indische Suzlon-Konzern hatte Repower 2007 nach einen nach einem aufsehenerregenden Übernahmekampf gegen die französische Areva-Gruppe für 1,3 Milliarden Euro übernommen und später die verbliebenen Aktionäre herausgekauft.

Wegen finanzieller Schwierigkeiten verkauften die Inder Anfang 2015 den Windkraftbauer an die Investmentgesellschaften Centerbridge und Arpwood für rund eine Milliarde Euro.

Senvion machte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,14 Milliarden Euro, vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie um Sonderposten bereinigt erzielte es demnach einen Gewinn von 154 Millionen Euro

la/dpa

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