Montag, 11. Dezember 2017

Zeitung enthüllt mysteriösen Kunstkäufer Dieser Prinz soll den Da Vinci für 450 Mio $ gekauft haben

Stolzer Besitzer: Prinz Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud ersteigerte laut "New York Times" das Gemälde "Salvator mundi" von Leonardo da Vinci für 450 Millionen Dollar - der höchste Preis für ein Kunstwerk auf einer Auktion bisher.
twitter/KSASociety; Getty Images
Stolzer Besitzer: Prinz Bader bin Abdullah bin Mohammed bin Farhan al-Saud ersteigerte laut "New York Times" das Gemälde "Salvator mundi" von Leonardo da Vinci für 450 Millionen Dollar - der höchste Preis für ein Kunstwerk auf einer Auktion bisher.

2. Teil: Wer ist Prinz Bader?

Dem Bericht zufolge konnte die "Times" offenbar detaillierte Unterlagen einsehen, aus denen die Identität des Käufers hervorgeht. Weder das Auktionshaus Christie's noch Prinz Bader selbst bestätigten der Zeitung zwar die Informationen. Als die "New York Times" jedoch in Arabien auf Antworten gedrängt habe, habe das Museum Louvre Abu Dhabi am Mittwoch per Twitter angekündigt, der "Salvator mundi" werde dort zu sehen sein, so die Zeitung. Laut "Times" gibt es eine enge Partnerschaft zwischen dem saudischen Königshaus und jenem in Abu Dhabi.

Wer also ist dieser Prinz aus Saudi-Arabien? Laut "New York Times" ist Prinz Bader vor allem eines, nämlich ein Freund und Partner des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Beide seien von der gleichen Generation und hätten auch zur gleichen Zeit die King Saud Universität in Riad besucht, wenn auch nicht gemeinsam. Von der Razzia unter den Reichen und Mächtigen des Landes, die der Kronprinz vor einigen Wochen durchführen ließ, und die mehrere hundert Köpfe der saudischen Wirtschaft in ein Luxusgefängnis namens Hotel Ritz in Riad brachte, wurde Prinz Bader möglicherweise deshalb jedenfalls verschont.


Exklusives Video: Britische BBC filmt im saudischen Luxusknast, dem Hotel Ritz in Riad:


Laut "Times" bekleidet Prinz Bader einige hochrangige Positionen im Umfeld der saudischen Regierung. Unter anderem führe er die Saudi Research und Marketing Gruppe, welche die arabische Zeitung "Al Sharq Al Awsat" und andere Publikationen herausgebe, so der Bericht. Gegenüber Christie's habe er zudem angegeben, sein Vermögen stamme aus Immobiliengeschäften.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Das Auktionshaus musste sich der New York Times" zufolge zunächst vergewissern, dass der Prinz auch über ausreichend Mittel verfügt, bevor es ihn zur Versteigerung zuließ. Das der Preis für den "Salvator mundi" letztlich derart hoch ausfiel, war jedoch offenbar nicht vorgesehen. Eigentlich sei die Zahlung des Kaufpreises in einer Tranche geplant gewesen, berichtet die "New York Times". Angesichts der Summe von 450 Millionen Dollar dürfe der Prinz seine Schuld nun aber in sechs Raten abstottern.

Seite 2 von 2

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH