Mittwoch, 24. August 2016

Pharmakonzern Roche Der Dividenden-Dauerläufer

Roche in der Schweiz: Der Pharmakonzern hat seine Dividende in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht

Wer Einnahmen aus seinem Vermögen erzielen möchte und auf eine regelmäßige Steigerung Wert legt, hat es seit einiger Zeit nicht mehr so leicht wie früher. Bis vor wenigen Jahren zuverlässige Dividendenzahler wie Energieversorger und Banken haben ihre defensiven Qualitäten eingebüßt. Bei RWE Börsen-Chart zeigen fällt die Dividende aus, bei Eon ist sie stark gekürzt, bei der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen fällt die Dividende mindestens für 2015 und 2016 komplett aus, der Kurs hat kürzlich das Niveau von 1984 wieder erreicht.

Wenn dann ein Unternehmen 29 mal die Dividende erhöht hat und schon im Januar 2016 die 30. Erhöhung für das Jahr 2017 ankündigt, lohnt es sich genauer hinzusehen. In diesem Fall nach Basel, dem Sitz von Roche. Mit einem Umsatz von 48 Milliarden Franken, einem Betriebsergebnis von 17 Milliarden Franken und einem Eigenkapital von 23 Milliarden Franken gehört Roche zu den größten und kapitalkräftigsten Unternehmen in Europa. Der Börsenwert liegt bei über 200 Milliarden Schweizer Franken und zeigt damit die Wertschätzung, die dem Unternehmen, nach unserer Meinung zu recht, entgegengebracht wird.

Die größten deutschen Unternehmen SAP Börsen-Chart zeigen und Bayer Börsen-Chart zeigen sind dazu im Vergleich derzeit 86 und 81 Milliarden Euro wert.

Der Umsatz von Roche hat im vergangenen Jahr um 5 Prozent und der operative Gewinn um 7 Prozent zugelegt. Die Dividende soll um 1 Prozent auf 8,10 Schweizer Franken steigen.

Zur Person
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    Georg Thilenius ist geschäftsführender Gesellschafter der bankunabhängigen Vermögensverwal-tungsgesellschaft Dr. Thilenius Management GmbH in Stuttgart. Das Unternehmen unterliegt der BaFin.
Hauptprodukt von Roche sind Medikamente gegen Krebs. Neuen Medikamenten gelingt es, das Immunsystem des Körpers im Kampf gegen Krebs zu aktivieren. Tumore tarnen sich als gesunde Zellen, weshalb das Abwehrsystem der Patienten ohne die neuen Hilfen ungenügend reagiert. Die neuen Medikamente, die ganz wesentlich aus den Forschungslaboren der vor einigen Jahren übernommenen Genentech stammen, sollen in überschaubarer Zeit auf den Markt kommen. Die Zulassung eines neuen Mittels gegen multiple Sklerose wird nach guten Testdaten im Jahr 2015 für dieses oder nächstes Jahr erwartet.

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