Mittwoch, 12. Dezember 2018

Metro-Tochter vor Verkauf Supermarktkette Real prüft Schließung von Filialen

Real: Die Supermarktkette steht zum Verkauf

Bei der vom Mutterkonzern Metro Börsen-Chart zeigen zum Verkauf gestellten Supermarktkette Real stehen Insidern zufolge Filialen vor der Schließung. Das Management habe bei einer Aufsichtsratssitzung die Schließung von zwei Märkten in Nordrhein-Westfalen mit über 200 Beschäftigten angekündigt, sagten mehrere mit dem Vorgang vertrauter Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Beschlüsse seien nach Protesten der Arbeitnehmer aber noch nicht gefasst worden. Es solle aber bald einen neuen Anlauf geben.

Ein Real-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Bei der Sitzung des Kontrollgremiums seien fünf Mietverträge von Märkten verlängert worden, weitere Beschlüsse habe es nicht gegeben, sagte er.

Der Handelsriese Metro hat Real zum Verkauf gestellt. Firmenchef Olaf Koch will Metro auf das Geschäft mit den Großmärkten konzentrieren, die Real-Supermärkte haben dabei keinen Platz mehr. Er strebe an, die Kette mit einem Jahresumsatz von mehr als sieben Milliarden Euro und rund 280 Märkten als Ganzes zu verkaufen, hatte Koch versichert.

Vor seiner Verkaufsankündigung hatte der Manager Real ein neues Tarifmodell verordnet, er will damit "wettbewerbsfähige Personalkosten" bei der Kette durchsetzen. Die Gewerkschaft Verdi läuft dagegen Sturm.

la/reuters

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