Freitag, 24. Juni 2016

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Ölpreis: Talsohle erreicht? Warum der Ölpreis 2016 wieder anziehen sollte

Beim Ölpreis dürfte der Boden erreicht sein. Dieses Jahr sollten sich Angebot und Nachfrage wieder annähern - was zu leicht steigenden Notierungen führen könnte
Bloomberg via Getty Images
Beim Ölpreis dürfte der Boden erreicht sein. Dieses Jahr sollten sich Angebot und Nachfrage wieder annähern - was zu leicht steigenden Notierungen führen könnte

Dr. Ulrich Stephan
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    Dr. Ulrich Stephan ist Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.
Nach langen Verlustphasen dürften die Preise für Erdöl und einige Industriemetalle ihren Boden gefunden haben - 2016 könnte sich hier sogar leichtes Aufwärtspotenzial bieten. Die Aussichten für Gold hingegen verlieren im Zuge eines wahrscheinlichen Zinsanstiegs in den USA weiter an Glanz.

Das Jahr 2015 wird den meisten Rohstoffanlegern in keiner guten Erinnerung bleiben: Die Preise für Öl, Gold, Kupfer oder Co. fielen auf breiter Front und setzten damit ihren Abwärtstrend fort. Der Hauptgrund für den Preisverfall war auf der Angebotsseite zu finden: Die erheblichen Investitionen von Minen- und Ölunternehmen in den Boomjahren bis 2011/2012 führten in vergangener Zeit zu großen Angebotsüberhängen. Hinzu kam die zunehmende Stärke des US-Dollar, die ebenfalls preisdämpfend wirkte.

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Beide Faktoren - Überangebot und Dollarstärke - sollten auch am Jahresbeginn 2016 die Rohstoffmärkte prägen. Erst im weiteren Jahresverlauf scheint eine Stabilisierung auf moderaten Niveaus möglich, wobei konkrete Preisprognosen mit großen Unsicherheiten behaftet bleiben.

Vorsichtiger Optimismus bei Öl

Ausblick auf das Anlagejahr 2016 – Dr. Ulrich Stephan
Beim Ölpreis sieht die Deutsche Bank mittlerweile die Tiefststände erreicht. Zwar ist weiterhin mit kurzfristigen Ausreißern nach unten zu rechnen, der Abwärtstrend der vergangenen 15 Monate scheint aber gestoppt. Im Jahresverlauf 2016 sollte sich dieser Stabilisierungstrend fortsetzen. Grund dafür ist die sukzessive Annäherung von Angebot und Nachfrage weltweit.

Auf der Angebotsseite dürfte sich der erwartete Rückgang der Förderquoten in den USA auf die Preise durchschlagen. Schon heute sind von den einst rund 1.600 US-Ölförderanlagen nur noch etwas mehr als 555 in Betrieb. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC). Zwar haben die 12 Mitgliedsstaaten Anfang Dezember 2015 erneut beschlossen, ihre Förderung nicht zu drosseln. Wie sie sich auf ihrer kommenden Sitzung im Juni 2016 entscheiden, ist jedoch völlig offen. Zumal mit dem Auslaufen der Sanktionen gegen das OPEC-Mitglied Iran in diesen Monaten ein alter Player neu an den Markt drängt. Nachfrageseitig könnte insbesondere Chinas florierender Konsum die Ölpreise stützen.

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Trotz erheblicher Marktunsicherheiten und globaler Lagerbestände auf Rekordniveau erwartet die Deutsche Bank für das Jahr 2016 einen leicht steigenden Ölpreis.

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