Mittwoch, 24. August 2016

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Millionenverluste mit Schiffen Mehr als 400 Anleger verklagen die NordLB

Container, Bulker, Tanker: Die Aussichten auf den Schiffsmärkten
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Auerbach Schifffahrt

Der NordLB droht ein teurer Imageschaden: Gemeinsam verklagen mehrere Hundert Privatanleger die Landesbank in Hannover. Sie werfen ihr vor, sie habe zwei Schiffe unnötig in die Pleite fahren lassen. Die Investoren verloren dabei Millionen.

Hamburg - Mehr als 400 Anleger zweier Schiffsfonds des Hamburger Emissionshauses Ownership setzen um, was sie bereits angekündigt hatten: Gemeinsam haben sie beim Landgericht Hannover Klage gegen die Norddeutsche Landesbank (NordLB) eingereicht, wie ein Sprecher des Gerichts auf Anfrage bestätigte (Az. 4 O 348/13). Einen ersten Verhandlungstag soll es demnach in Kürze geben.

Es geht um die beiden Fondsschiffe MS "Pride of Madrid" und MS "Pride of Paris", die schon im Frühjahr 2012 Insolvenz anmelden mussten und danach versteigert wurden. Dabei verloren die insgesamt etwa 700 Investoren der beiden Fonds aller Wahrscheinlichkeit nach ihre komplette Eigenkapitaleinlage in Höhe von zusammen 18 Millionen Euro. Zudem sollen sie bereits erhaltene Ausschüttungen in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro zurückzahlen.

Aus für "Stolz von Madrid" und "Stolz von Paris"

Ein Großteil der Anleger wirft der Landesbank vor, sie habe die Frachter unnötig in die Pleite fahren lassen - und fordert Schadensersatz. Dessen Höhe taxieren die Investoren auf insgesamt rund zwölf Millionen Euro, wovon in einer ersten Teilklage 1,2 Millionen Euro eingeklagt werden sollen.

Ein Sprecher der NordLB wollte sich zu den Vorwürfen mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Eine Gemeinschaftsklage dieses Ausmaßes von privaten Fondsanlegern gegen eine Bank dürfte allerdings ein Novum sein.

Um die Schadensersatzforderungen durchzusetzen haben sich insgesamt 440 Personen zur Interessengemeinschaft Pride (IG Pride) zusammengeschlossen, darunter etwa 420 Fondsanleger sowie rund 20 Vertriebspartner von Ownership.

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