Donnerstag, 28. Juli 2016

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Überzeugende Konjunkturdaten Angst vor US-Rezession nimmt ab - Aktienmärkte weltweit profitieren

Positive US-Konjunkturdaten sorgten für gute Stimmung unter den Anlegern: Die Kurse zogen an - nicht nur an der Wall Street, sondern weltweit.
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Positive US-Konjunkturdaten sorgten für gute Stimmung unter den Anlegern: Die Kurse zogen an - nicht nur an der Wall Street, sondern weltweit.

Dr. Ulrich Stephan
  • Copyright: Deutsche Bank
    Deutsche Bank
    Dr. Ulrich Stephan ist Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.
Für die bedeutenden Aktienmärkte weltweit ging es in den ersten sechs Wochen des Jahres 2016 nur in eine Richtung: steil nach unten. So gaben bis zum 11. Februar die Kurse an den globalen Aktienmärkten im zweistelligen Prozentbereich nach.

Jahreswechsel 2015/2016: Sorge vor Rezession in den USA

Eine Ursache für die schlechte Stimmung an den Börsen war dabei in den USA zu finden. Denn nach einer längeren Phase positiver Prognosen für die US-Wirtschaft drehte sich der Wind zum Jahresende 2015: Durchwachsene Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten schürten bei vielen Marktteilnehmern die Sorge vor einer Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft.

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Aktuell wieder positive US-Konjunktursignale

Mittlerweile mehren sich die Anzeichen, dass dieser Pessimismus übertrieben gewesen sein könnte. Die jüngsten Konjunktur- und Unternehmenszahlen deuten jedoch wieder eine leichte Erholung an. So verbesserte sich im Februar beispielsweise der viel beachtete Einkaufsmanagerindex ISM für das Verarbeitende Gewerbe in den USA von 48,2 auf 49,5 Punkte. Damit liegt er zwar nach wie vor unter der 50-Punkte-Marke und weiterhin nicht im Wachstumsbereich. Viele Marktteilnehmer hatten jedoch mit einem schlechteren Wert gerechnet, was sich entsprechend negativ in den Aktienkursen niederschlug.

Hinzu kommt, dass auch der zuletzt veröffentlichte ISM-Index für den Dienstleistungssektor mit 53,4 Punkten besser ausfiel als allgemein erwartet. Die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten bestätigen diesen positiven Trend: Statt 195.000 neuer Stellen, wie prognostiziert, wurden im Februar außerhalb der Landwirtschaft 242.000 Arbeitsplätze geschaffen. Zudem wurde der Stellenaufbau in den vorangegangenen zwei Monaten um jeweils 30.000 nach oben korrigiert. Ein Haar in der Suppe fanden die Analysten jedoch beim Blick auf die Stundenlöhne: Diese sind im Februar um -0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken. Aus Sicht der US-Notenbank Fed könnte dies ein belastendes Detail für ihre Inflationsprognose darstellen.

US-Wachstumsdelle scheint überwunden

Nach Ansicht der Deutschen Bank könnten die Entwicklungen der vergangenen Monate daher eher auf eine kurzfristige Wachstumsdelle als auf den Beginn einer Rezession in den USA hindeuten. Gestützt wird diese Annahme unter anderem vom Makro Surprise Index, der die Abweichungen wichtiger Prognosedaten von den tatsächlichen Wirtschaftsdaten beschreibt: Zwar liegt er noch im negativen Bereich, hat sich seit seinem jüngsten Tiefstand im Februar aber deutlich erholt.

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