Freitag, 9. Dezember 2016

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Onlinehandel, IT und Co  Chinas "New Economy" nimmt Fahrt auf

Lange Zeit war vor allem die Industrie für das chinesische Wirtschaftswachstum maßgeblich. Nun gewinnen Binnenkonsum und Dienstleistungen immer mehr an Gewicht.
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Lange Zeit war vor allem die Industrie für das chinesische Wirtschaftswachstum maßgeblich. Nun gewinnen Binnenkonsum und Dienstleistungen immer mehr an Gewicht.

Dr. Ulrich Stephan
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    Deutsche Bank
    Dr. Ulrich Stephan ist Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.
Bis Mitte März tagte in China wieder einmal das größte Parlament der Welt: Knapp 3.000 Delegierte berieten bei der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking über einen neuen Fünfjahresplan, der den Weg der chinesischen Wirtschaft in Zukunft maßgeblich bestimmen dürfte. Eines wurde dabei - unabhängig von den konkreten Einzelentscheidungen - nicht in Frage gestellt: Die Fortsetzung des Umbaus der einst rein industriell geprägten Wirtschaft im Reich der Mitte hin zu mehr Binnenkonsum und einem stärkeren Dienstleistungssektor.

Ein Wandel, der bereits in den vergangenen Jahren intensiv vorangetrieben wurde: So steuerte der Industriesektor in den Jahren 2000 bis 2010 noch rund die Hälfte zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts bei. Der Dienstleistungssektor kam auf etwas mehr als 40 Prozent. Heute hat sich dieses Verhältnis umgekehrt: Dienstleistungen tragen mittlerweile bereits 50 Prozent zum chinesischen BIP bei.

Chinas "alte" und "neue" Unternehmen
Eine Entwicklung, die auch auf Unternehmensebene zu einem deutlichen Strukturwandel führt: Neue Sektoren legen zu, ehemals wichtige Wirtschaftsbereiche verlieren an Bedeutung - so sollen allein in der chinesischen Kohle- und Stahlindustrie 1,8 Millionen Arbeitsplätze abgebaut werden. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und "alte" von "neuen" Unternehmen unterscheiden zu können, hat die Deutsche Bank die Unternehmen im chinaweiten Aktienindex MSCI China in die Kategorien "Old Economy" und "New Economy" unterteilt.

Zur "Old Economy" zählen zum Beispiel chinesische Firmen aus der Schwerindustrie wie dem Kohlebergbau oder der Stahlproduktion. Unter "New Economy" hingegen werden die Unternehmen zusammengefasst, die stellvertretend für den Wandel Chinas stehen - insbesondere aus den Bereichen Onlinehandel, Medien, Alternative Energien, Gesundheitswesen oder Informationstechnologie.

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