Donnerstag, 26. Mai 2016

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Wachstumsmärkte Asiens Taiwan und Südkorea: günstige Aktien, interessantes Potenzial

Südkorea - etwa mit seiner Autoindustrie - und Taiwan leiden aktuell unter Chinas Nachfrageschwäche. Ihre Aktienmärkte sind aus verschiedenen Gründen aber weiterhin interessant.
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Südkorea - etwa mit seiner Autoindustrie - und Taiwan leiden aktuell unter Chinas Nachfrageschwäche. Ihre Aktienmärkte sind aus verschiedenen Gründen aber weiterhin interessant.

Dr. Ulrich Stephan
  • Copyright: Deutsche Bank
    Deutsche Bank
    Dr. Ulrich Stephan ist Chef-Anlagestratege Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank.
Wenn es Nachrichten aus Asien auf die Titelseiten deutscher Wirtschaftsmedien schaffen, dann in der Regel aus China - schließlich handelt es sich beim Reich der Mitte nicht nur um die größte Volkswirtschaft der Region, sondern auch um die zweitgrößte der Erde. Dass es neben China aber auch andere Länder gibt, die die wirtschaftliche Entwicklung Asiens maßgeblich beeinflussen, gerät häufig in den Hintergrund. Dabei könnte sich für Anleger ein näherer Blick insbesondere auf Südkorea und Taiwan durchaus lohnen: Nach dem großen Nachbarn im Westen tragen ihre Unternehmen mit 21,9 Prozent (Südkorea) beziehungsweise 18,2 Prozent (Taiwan) am stärksten zur Marktkapitalisierung im asiatischen Schwellenländer-Index MSCI EM Asia bei.

Die wichtigsten Fakten

  • Sinkende Exporte belasten Konjunktur von Chinas Nachbarn
  • Südkorea und Taiwan: Mittelfristiger Ausblick interessant
  • Niedrige Bewertungen könnten Aktienmärkte interessant machen

Südkorea: Verflechtungen mit China belasten Wirtschaft
Für Südkorea ist China der größte Absatzmarkt. Dementsprechend stark ist seine wirtschaftliche Abhängigkeit vom großen Nachbarn. Daher stellt insbesondere der Transformationsprozess im Reich der Mitte für die südkoreanische Wirtschaft derzeit eine gewisse Belastung dar. Denn der Wandel von einer industriebasierten zu einer dienstleistungsorientierten Wirtschaft führt in China zu geringeren Importen - was seine Handelspartner unter Druck setzt. So sanken die Exporte Südkoreas allein in den vergangenen 12 Monaten um insgesamt 10 Prozent. Das wiederum wirkte sich negativ auf das Gewinnwachstum südkoreanischer Unternehmen aus, die 2015 insgesamt ein Nullwachstum verzeichneten. Der südkoreanische Aktienindex KOSPI Börsen-Chart zeigen verlor im ersten Monat des Jahres lediglich rund 2,5 Prozent.

Chinas große Zukunftspläne
FinanzMarktWissen: Zertifikate
Ausblick wieder deutlich positiver
Für die nähere Zukunft blicken die Analysten jedoch optimistischer auf Südkorea - für sie ist das Land mittlerweile sogar wieder eine der bevorzugten Anlageregionen in Asien. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen verfügt Südkorea über einen hohen Leistungsbilanzüberschuss sowie hohe Devisenreserven, die bei wegbrechenden Exporteinnahmen als Puffer fungieren können. Das verleiht den südkoreanischen Märkten bei manchen Investoren aktuell den Status eines potenziell "sicheren Hafens". Zum anderen erwarten die Analysten für südkoreanische Unternehmen in diesem Jahr wieder Gewinnsteigerungen. Zwar bewegen diese sich mit rund 2 Prozent eher auf moderatem Niveau. Im Zusammenhang mit den vergleichsweise günstigen Bewertungen der Unternehmen im KOSPI - das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt derzeit bei 11 - lassen sie aber noch Kurspotenzial erwarten.

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