Samstag, 23. Februar 2019

Vor Kommunalwahlen Inflation in Türkei weiter über 20 Prozent

Die Inflation in der Türkei liegt weiterhin hoch

Rund zwei Monate vor wichtigen Kommunalwahlen kämpft die Türkei weiter mit einer hohen Inflation. Die Jahresteuerung lag im Januar bei 20,35 Prozent, teilte das Statistikamt in Ankara am Montag mit. Vor allem Lebensmittel und nicht alkoholische Getränke werden immer teurer. Die Inflationsrate lag in dieser Kategorie bei 30,97 Prozent im Januar. Im Vergleich zum Dezember stieg die Teuerungsrate bei Lebensmitteln damit um 6,43 Prozent. Die allgemeine Inflationsrate lag im Dezember bei 20,30 Prozent.


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In der vergangenen Woche hatten Medien berichtet, dass manche Händler inzwischen auf den Verkauf von Auberginen und Paprika verzichteten, weil sie zu teuer seien und keine Abnehmer fänden.

Ein heftiger Kursabsturz der türkischen Landeswährung Lira im vergangenen Jahr hatte die Inflation in der Türkei stark steigen lassen. Die Währungskrise, unter anderem hervorgerufen durch einen Streit der türkischen Führung mit den USA, hatte Einfuhren spürbar verteuert. Die Türkei ist stark von Importen abhängig und muss unter anderem Rohöl auf dem Weltmarkt kaufen. Im Oktober war die Teuerungsrate zum ersten Mal seit 15 Jahren auf über 25 Prozent geklettert.

Die türkische Lira hat sich nach dem schweren Absturz im Spätsommer in den vergangenen Monaten vergleichsweise stabil gehalten. Aktuell wird ein Euro für etwa sechs Lira gehandelt.

dpa/akn

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