16.11.2017

Überraschung in New York

Rekordpreis für da Vinci - 450 Millionen Dollar für ein Bild

cr/dpa-afx

AFP

Diese Armbanduhr aus dem Besitz der US-Schauspiellegende Paul Newman hat bei einer Auktion in New York einen Rekordpreis erzielt. Ein Telefonbieter ersteigerte die "Paul Newman Rolex Daytona" am Donnerstag (Ortszeit) für 17,75 Millionen Dollar (15,3 Millionen Euro), wie das Auktionshaus Philipps mitteilte. Dies sei der höchste Preis, der bislang für eine Armbanduhr bei einer Auktion erzielt worden sei.

AP

Die Uhr sei das wohl wichtigste Sammlerstück des 20. Jahrhunderts für Uhrenliebhaber, sagte Aurel Bacs, ein Uhrenspezialist des Auktionshauses. Die Uhr hat eine bewegte Geschichte: Newmans Frau Joanne Woodward hatte dem Schauspieler (im Bild) die Rolex Daytona Referenz 6239 Anfang der 1970er geschenkt, als er seine Liebe zum Rennsport entdeckt hatte. Auf der Rückseite ist eine Gravur: "Drive carefully. Me." (dt: "Fahr vorsichtig. Ich.").
Mit dem Rekordpreis reiht sich die Uhr ein in die Galerie unterschiedlichster Dinge, die auf Auktionen ebenfalls bereits zu horrenden Summen den Besitzer wechselten - von der Handtasche bis zum Ferrari:

Christie's

Für diese Birkin Bag von Hermes zahlte ein Unbekannter auf einer Christie's-Auktion in Hongkong 2016 2,32 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 300.000 US-Dollar oder 268.000 Euro). Es ist der höchste Preis, der jemals auf einer Versteigerung für eine Handtasche gezahlt wurde. Zuvor lag der Rekord bei 223.000 Dollar, gezahlt im Jahr zuvor, ebenfalls für eine Birkin Bag.

AFP

Die Beispiele zeigen: In Zeiten niedrigster Zinsen stecken Superreiche viel Geld in exotische Geldanlagen wie Kunst, Autos oder andere Liebhaberstücke. So kommt es zu Auktionsrekorden.
Der Balloon Dog (Orange) des amerikanischen Künstlers Jeff Koons etwa kam bei Christie's 2013 für nicht weniger als 58,4 Millionen Dollar unter den Hammer. Es war damit die "teuerste Arbeit eines lebenden Künstlers, die auf einer Auktion verkauft wurde", so die "New York Times".

REUTERS

Zuvor hielt dieses Bild von Pablo Picasso den Weltrekord: Es heißt Les femmes d'Alger (Version O) und brachte bei Christie's in New York im November 2015 179,4 Millionen Dollar.

Patek Philippe

Im November 2015 fand in Genf auch die Benefiz-Auktion Only Watch 2015 statt, die jedes Jahr für den Kampf gegen die Erbkrankheit Duchenne Muskeldystrophie veranstaltet wird. Bei dem Event wurde diese Spezialanfertigung von Patek Philippe, das Modell 5016A, versteigert. Für das außergewöhnliche Exemplar mit Stahlgehäuse, blauem Zifferblatt und Armband sowie Tourbillon, Minutenrepetition und verschiedenen weiteren Komplikationen zahlte ein Unbekannter sage und schreibe 7,3 Millionen Schweizer Franken (6,6 Millionen Euro). Es war damit zu jener Zeit die teuerste jemals versteigerte Armbanduhr. Nun wurde der Preis durch die Newman-Uhr getoppt.

DPA

Ebenfalls im November 2015 kam in Genf dieser 12,03-karätige blaue Diamant unter den Hammer. Der Blue Moon ging an den Hongkong-Milliardär Joseph Lau, der ihn als Geschenk für seine damals siebenjährige Tochter erwarb. Der Preis: 48,5 Millionen Dollar. Dieser Weltrekord hielt allerdings nicht lange, denn ...

REUTERS

... in Genf wurde 2016 auch dieser Edelstein versteigert. Es handelt sich um den Oppenheimer Blue, einen blauen 14,6-Karäter, der es auf einen Preis von 57,6 Millionen Dollar brachte.

Macallan

Ähnlich begehrt bei Liebhabern: Guter Whisky. Eine 6-Liter-Abfüllung des Single Malt "Macallan M" versteigerte Sotheby's 2014 für 4,9 Millionen Hongkong-Dollar. Das waren seinerzeit umgerechnet etwa 470.000 Euro, der höchste Preis, der bislang für diese Spirituose gezahlt wurde.

Sothebys

Auch für edlen Wein geben Liebhaber viel Geld aus. Für einige Flaschen dieses Romanée-Conti zahlte ein reicher Asiate auf einer Sotheby's-Auktion in Hongkong 1,6 Millionen Dollar, berichtet der US-Sender CNN.

AFP

Diese chinesische Ming-Schale aus dem 15. Jahrhundert brachte 2014 bei einer Auktion in Hongkong einen Rekordpreis für Porzellan dieser Art. Ein chinesischer Sammler zahlte für das wertvolle Stück, das wegen der Abbildungen unter dem Namen Hühnertasse bekannt ist, 36 Millionen Dollar.

ddp images

2014 kam in den USA ein Motorrad unter den Hammer, das dem Anbieter zufolge eine Original-Maschine aus dem US-Kultfilm Easy-Rider war, nämlich die Captain America, auf der in dem Streifen Schauspieler Peter Fonda unterwegs ist (im Bild rechts). Das Bike brachte 1,35 Millionen Dollar, was laut Auktionshaus ein Rekord für Zweiräder auf Versteigerungen ist. Wermutstropfen für den Käufer allerdings: Es gab einen Streit über die Echtheit des Choppers mit dem langgezogenen Lenker und der US-Flaggen-Lackierung auf dem Tank.

Bonhams

Das ist das teuerste jemals versteigerte Auto - jedenfalls gerechnet in US-Dollar. Der Ferrari 250 GTO Berlinetta, Baujahr 1963, kam 2014 in den USA für 38 Millionen Dollar, seinerzeit etwa 28,9 Millionen Euro, unter den Hammer. Das war Weltrekord. Anfang 2016 jedoch ...

AFP

... wurde in Paris dieser Ferrari 335 S Spider Scaglietti versteigert. Das Auto ging für 32 Millionen Euro an einen anonymen Bieter. Damit wurde der vorherige Rekord aus den USA in Euro gerechnet überboten. Weil der Dollar gegenüber dem Euro in der Zwischenzeit gestiegen war, brachte es der Scaglietti aber auf lediglich 36 Millionen Dollar, so dass in der US-Währung nach wie vor der 250 GTO die Nase vorn hat.

REUTERS

Diese Goldmünze namens Double Eagle von 1933 hat laut US-Sender CNN eine bewegte Vergangenheit. Als eine der letzten Goldmünzen, die in den USA geprägt wurden, wurde sie demnach gestohlen, nach Ägypten gebracht, versteckt und zweimal beinahe zerstört. 2002 wurde das Stück mit einem Nominalwert von 20 Dollar für 7,6 Millionen Dollar versteigert.

REUTERS

Diesen Glitzertraum von einem Kleid trug US-Filmstar Marylin Monroe, als sie 1962 ihr berühmte "Happy Birthday" für den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy ins Mikro hauchte. Es war der letzte große Auftritt der Schauspielerin, die noch im selben Jahr verstarb. Als das Kleid für 1,27 Millionen Dollar versteigerte wurde, war das ein neuer Rekord für ein Kleidungsstück auf einer Auktion. Diese fand allerdings bereits im Jahr 1999 statt.

AFP

Ein Pappschild mit zwei Worten drauf, was kann das wert sein? Eingeweihte erkennen jedoch die Unterschrift und können sich den Rest denken: Es handelt sich um das Schild, dass John Lennon während seines Bed-ins mit Gattin Yoko Ono gegen den Vietnam-Krieg 1969 in Montreal kreierte. Versteigert wurde es 2011 für 154.628 Dollar von Christie's.

AFP

Diese wertvolle Briefmarke, die British Guiana One-Cent Magenta, wurde im Juni 2014 in New York für 9,5 Millionen Dollar an einen Unbekannten versteigert. Laut Auktionshaus Sotheby's, das die Versteigerung durchführte, ist die Marke damit gemessen am Verhältnis von Preis zu Größe und Gewicht das teuerste Objekt der Welt.

AFP

Diese Armbanduhr aus dem Besitz der US-Schauspiellegende Paul Newman hat bei einer Auktion in New York einen Rekordpreis erzielt. Ein Telefonbieter ersteigerte die "Paul Newman Rolex Daytona" am Donnerstag (Ortszeit) für 17,75 Millionen Dollar (15,3 Millionen Euro), wie das Auktionshaus Philipps mitteilte. Dies sei der höchste Preis, der bislang für eine Armbanduhr bei einer Auktion erzielt worden sei.

AP

Die Uhr sei das wohl wichtigste Sammlerstück des 20. Jahrhunderts für Uhrenliebhaber, sagte Aurel Bacs, ein Uhrenspezialist des Auktionshauses. Die Uhr hat eine bewegte Geschichte: Newmans Frau Joanne Woodward hatte dem Schauspieler (im Bild) die Rolex Daytona Referenz 6239 Anfang der 1970er geschenkt, als er seine Liebe zum Rennsport entdeckt hatte. Auf der Rückseite ist eine Gravur: "Drive carefully. Me." (dt: "Fahr vorsichtig. Ich.").
Mit dem Rekordpreis reiht sich die Uhr ein in die Galerie unterschiedlichster Dinge, die auf Auktionen ebenfalls bereits zu horrenden Summen den Besitzer wechselten - von der Handtasche bis zum Ferrari:

Christie's

Für diese Birkin Bag von Hermes zahlte ein Unbekannter auf einer Christie's-Auktion in Hongkong 2016 2,32 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 300.000 US-Dollar oder 268.000 Euro). Es ist der höchste Preis, der jemals auf einer Versteigerung für eine Handtasche gezahlt wurde. Zuvor lag der Rekord bei 223.000 Dollar, gezahlt im Jahr zuvor, ebenfalls für eine Birkin Bag.

AFP

Die Beispiele zeigen: In Zeiten niedrigster Zinsen stecken Superreiche viel Geld in exotische Geldanlagen wie Kunst, Autos oder andere Liebhaberstücke. So kommt es zu Auktionsrekorden.
Der Balloon Dog (Orange) des amerikanischen Künstlers Jeff Koons etwa kam bei Christie's 2013 für nicht weniger als 58,4 Millionen Dollar unter den Hammer. Es war damit die "teuerste Arbeit eines lebenden Künstlers, die auf einer Auktion verkauft wurde", so die "New York Times".

REUTERS

Zuvor hielt dieses Bild von Pablo Picasso den Weltrekord: Es heißt Les femmes d'Alger (Version O) und brachte bei Christie's in New York im November 2015 179,4 Millionen Dollar.

Patek Philippe

Im November 2015 fand in Genf auch die Benefiz-Auktion Only Watch 2015 statt, die jedes Jahr für den Kampf gegen die Erbkrankheit Duchenne Muskeldystrophie veranstaltet wird. Bei dem Event wurde diese Spezialanfertigung von Patek Philippe, das Modell 5016A, versteigert. Für das außergewöhnliche Exemplar mit Stahlgehäuse, blauem Zifferblatt und Armband sowie Tourbillon, Minutenrepetition und verschiedenen weiteren Komplikationen zahlte ein Unbekannter sage und schreibe 7,3 Millionen Schweizer Franken (6,6 Millionen Euro). Es war damit zu jener Zeit die teuerste jemals versteigerte Armbanduhr. Nun wurde der Preis durch die Newman-Uhr getoppt.

DPA

Ebenfalls im November 2015 kam in Genf dieser 12,03-karätige blaue Diamant unter den Hammer. Der Blue Moon ging an den Hongkong-Milliardär Joseph Lau, der ihn als Geschenk für seine damals siebenjährige Tochter erwarb. Der Preis: 48,5 Millionen Dollar. Dieser Weltrekord hielt allerdings nicht lange, denn ...

REUTERS

... in Genf wurde 2016 auch dieser Edelstein versteigert. Es handelt sich um den Oppenheimer Blue, einen blauen 14,6-Karäter, der es auf einen Preis von 57,6 Millionen Dollar brachte.

Macallan

Ähnlich begehrt bei Liebhabern: Guter Whisky. Eine 6-Liter-Abfüllung des Single Malt "Macallan M" versteigerte Sotheby's 2014 für 4,9 Millionen Hongkong-Dollar. Das waren seinerzeit umgerechnet etwa 470.000 Euro, der höchste Preis, der bislang für diese Spirituose gezahlt wurde.

Sothebys

Auch für edlen Wein geben Liebhaber viel Geld aus. Für einige Flaschen dieses Romanée-Conti zahlte ein reicher Asiate auf einer Sotheby's-Auktion in Hongkong 1,6 Millionen Dollar, berichtet der US-Sender CNN.

AFP

Diese chinesische Ming-Schale aus dem 15. Jahrhundert brachte 2014 bei einer Auktion in Hongkong einen Rekordpreis für Porzellan dieser Art. Ein chinesischer Sammler zahlte für das wertvolle Stück, das wegen der Abbildungen unter dem Namen Hühnertasse bekannt ist, 36 Millionen Dollar.

ddp images

2014 kam in den USA ein Motorrad unter den Hammer, das dem Anbieter zufolge eine Original-Maschine aus dem US-Kultfilm Easy-Rider war, nämlich die Captain America, auf der in dem Streifen Schauspieler Peter Fonda unterwegs ist (im Bild rechts). Das Bike brachte 1,35 Millionen Dollar, was laut Auktionshaus ein Rekord für Zweiräder auf Versteigerungen ist. Wermutstropfen für den Käufer allerdings: Es gab einen Streit über die Echtheit des Choppers mit dem langgezogenen Lenker und der US-Flaggen-Lackierung auf dem Tank.

Bonhams

Das ist das teuerste jemals versteigerte Auto - jedenfalls gerechnet in US-Dollar. Der Ferrari 250 GTO Berlinetta, Baujahr 1963, kam 2014 in den USA für 38 Millionen Dollar, seinerzeit etwa 28,9 Millionen Euro, unter den Hammer. Das war Weltrekord. Anfang 2016 jedoch ...

AFP

... wurde in Paris dieser Ferrari 335 S Spider Scaglietti versteigert. Das Auto ging für 32 Millionen Euro an einen anonymen Bieter. Damit wurde der vorherige Rekord aus den USA in Euro gerechnet überboten. Weil der Dollar gegenüber dem Euro in der Zwischenzeit gestiegen war, brachte es der Scaglietti aber auf lediglich 36 Millionen Dollar, so dass in der US-Währung nach wie vor der 250 GTO die Nase vorn hat.

REUTERS

Diese Goldmünze namens Double Eagle von 1933 hat laut US-Sender CNN eine bewegte Vergangenheit. Als eine der letzten Goldmünzen, die in den USA geprägt wurden, wurde sie demnach gestohlen, nach Ägypten gebracht, versteckt und zweimal beinahe zerstört. 2002 wurde das Stück mit einem Nominalwert von 20 Dollar für 7,6 Millionen Dollar versteigert.

REUTERS

Diesen Glitzertraum von einem Kleid trug US-Filmstar Marylin Monroe, als sie 1962 ihr berühmte "Happy Birthday" für den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy ins Mikro hauchte. Es war der letzte große Auftritt der Schauspielerin, die noch im selben Jahr verstarb. Als das Kleid für 1,27 Millionen Dollar versteigerte wurde, war das ein neuer Rekord für ein Kleidungsstück auf einer Auktion. Diese fand allerdings bereits im Jahr 1999 statt.

AFP

Ein Pappschild mit zwei Worten drauf, was kann das wert sein? Eingeweihte erkennen jedoch die Unterschrift und können sich den Rest denken: Es handelt sich um das Schild, dass John Lennon während seines Bed-ins mit Gattin Yoko Ono gegen den Vietnam-Krieg 1969 in Montreal kreierte. Versteigert wurde es 2011 für 154.628 Dollar von Christie's.

AFP

Diese wertvolle Briefmarke, die British Guiana One-Cent Magenta, wurde im Juni 2014 in New York für 9,5 Millionen Dollar an einen Unbekannten versteigert. Laut Auktionshaus Sotheby's, das die Versteigerung durchführte, ist die Marke damit gemessen am Verhältnis von Preis zu Größe und Gewicht das teuerste Objekt der Welt.

Paukenschlag am Kunstmarkt: Ein Gemälde von Leonardo da Vinci ist in New York für rund 450 Millionen Dollar versteigert worden. Es wurde damit überraschend zum teuersten jemals bei einer Auktion verkauften Kunstwerk.

Nach einem 19-minütigen Bieterwettstreit mit rund 45 Geboten beim Auktionshaus Christie's bekam ein anonymer Telefonbieter am Mittwochabend (Ortszeit) bei 400 Millionen Dollar den Zuschlag für "Salvator Mundi". Mit Gebühren wurde daraus ein Gesamtpreis von 450.312.500 Dollar (etwa 383,6 Millionen Euro). Den bisherigen Rekord hatte das Gemälde "Les femmes d'Alger" von Pablo Picasso gehalten, das 2015 für rund 180 Millionen Dollar versteigert worden war.

Wer die enorme Summe für das Da-Vinci-Gemälde auf den Tisch blättert, ist bislang nicht bekannt. Dem Kunstportal Artnet zufolge waren beim Gebot von 190 Millionen Dollar noch fünf Bieter im Rennen, vier am Telefon und einer im Saal in New York. Später habe sich der Wettstreit auf zwei Bieter zugespitzt: Einen Klienten von Alex Rotter, dem Co-Chef für zeitgenössische Kunst beim Auktionshaus Sotheby's, sowie einen Kunden von Francois De Poortere, Christie's' Chef für den Bereich der Alten Meister. Beide Kunstsammler nahmen telefonisch an der Veranstaltung teil, so Artnet.

Rotters Kunde habe die Gebote im Verlauf der Auktion stets in größeren Schritten von rund 30 Millionen Dollar erhöht, berichtet das Kunstportal, gegenüber dem Klienten von De Poortere, der lediglich Schritte von zwei bis fünf Millionen Dollar wählte. Letztlich setzte sich der Kunstfreund, den Sotheby's-Experte Rotter am Telefon hatte, durch und erhielt unter dem Applaus der Anwesenden im Saal den Zuschlag.

"Können Sie das glauben?"

Die Reaktionen unter den Teilnehmern der Auktion waren daraufhin dem unerwartet hohen Weltrekordpreis entsprechend. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt, war der Raum gefüllt mit Millionären und Milliardären wie dem Hedgefonds-Manager und bekannten Kunstsammler Steve Cohen, Tom Hill vom Finanzinvestor Blackstone sowie dem US-Milliardär, Kunstsammler und Philanthropen Eli Broad.

"Jesus Christ", entfuhr es nach dem Rekordzuschlag etwa Groß-Kunsthändler Larry Gagosian, so Bloomberg.

"Können Sie das glauben?", fragte Milliardär Broad. "Das ist wild."

"Werden wir jemals ein Gemälde sehen, das für eine Milliarde verkauft wird?" fragte die russische Sammlerin Maria Baibakova. "Bis heute dachte ich nicht, dass das möglich wäre."

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Versteigert im November 2017 in New York: Leonardo da Vincis "Salvator Mundi" kam für 450,3 Millionen Dollar unter den Hammer - Weltrekord.

DPA

"Der Schrei" (1895) von Edvard Munch. Bis zur Versteigerung des Bacon-Triptychons war der berühmte "Schrei" von Edvard Munch das Gemälde, das am teuersten bei einer Auktion versteigert wurde. Im Mai 2012 kam es für 119,9 Millionen Dollar bei Sotheby's unter den Hammer. Verkäufer war der norwegische Unternehmer Petter Olsen, Käufer der Investmentunternehmer und Kunstsammler Leon Black.

Bei "Salvator Mundi" handelt es sich nach Angaben des Auktionshauses Christie's um das letzte bekannte Gemälde von Da Vinci in Privatbesitz. Insgesamt sind von Da Vinci weniger als 20 Gemälde bekannt, darunter die "Mona Lisa", die im Louvre in Paris hängt. Einige Beobachter hatten "Salvator Mundi" im Vorfeld der Auktion als "männliche Mona Lisa" gefeiert.

Bei dem um 1500 entstandenen Gemälde des italienischen Künstlers (1452-1519) handelt es sich um ein Porträt von Jesus Christus in Öl auf Walnussholz. Es gehörte im 17. Jahrhundert dem englischen König Charles I. und galt im 20. Jahrhundert lange als verschollen oder zerstört. Mitte der 2000er Jahre wurde das Bild wiederentdeckt, gesäubert und restauriert. Zuletzt hatte es dem russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew gehört, der dafür 2013 127,5 Millionen Dollar bezahlte. Ursprünglich hatte Christie's bei der aktuellen Auktion mit einem Preis von rund 100 Millionen Dollar gerechnet.

Viele Kunstexperten bezweifelten im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Auktion jedoch, dass Da Vinci das Gemälde, das nicht mehr in gutem Zustand ist, wirklich alleine anfertigte. Zudem kritisierten sie die Entscheidung, das mehr als 500 Jahre alte Bild in der traditionell umsatzstärksten Auktion für zeitgenössische Kunst und Kunst aus der Nachkriegszeit anzubieten, als Preistreiberei.

Die alljährlichen Herbstauktionen in New York laufen seit Montag und sollen am Donnerstag zu Ende gehen.

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