Mittwoch, 22. August 2018

Beliebteste Münze der Welt Ab heute gibt es Krügerrand in Silber - kaufen oder nicht?

Silber, glänzend, mit Springbock: Das ist der neue Krügerrand
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Rand Refinery

2. Teil: Marktlage - entweder sollte der Silberpreis steigen, oder der Goldpreis sollte fallen

Daneben hängt die Kaufentscheidung allerdings auch davon ab, wie sich der Silberpreis künftig entwickeln wird. Die Rand Refinery macht in dem Zusammenhang auf eine Studie aufmerksam, wonach vor allem die Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien die Industrienachfrage nach Silber im kommenden Jahrzehnt deutlich steigen lassen werde.

Besonders das Wachstum bei Elektromobilen und vor allem in der Solarenergie, die 2017 einen Rekordanstieg der Nachfrage von 19 Prozent verzeichnete, sei dafür verantwortlich, so das Unternehmen. Auch deshalb sei die Silbernachfrage aus dem industriellen Sektor 2017 zum ersten Mal seit 2013 wieder gestiegen.

Insgesamt ähnelt der Kurschart des Silberpreises seit geraumer Zeit jenem des Goldpreises: Nach einem Höhepunkt im Jahr 2011 ging es zunächst lange abwärts. Seit 2016 gibt es nun eine leichte Erholung, die allerdings beim Gold bislang etwas deutlicher ausfiel als beim Silber. Zuletzt standen beide Edelmetalle unter Druck, sodass Silber aktuell bei etwas mehr als 15 Dollar je Unze notiert, während Gold etwa 1223 Dollar je Unze kostet.

Die viel beachtete Gold-Silber-Ratio, das Verhältnis vom Gold- zum Silberpreis also, liegt gegenwärtig also bei etwa 81. Im langfristigen Durchschnitt, der nach Meinung vieler Fachleute auf Dauer wieder erreicht werden sollte, lag diese Relation in der Vergangenheit im Schnitt eher zwischen 50 und 60.

Christoph Rottwilm auf Twitter

Das heißt, dass eine von zwei möglichen Entwicklungen in nächster Zeit zu erwarten sein müsste: Entweder sollte der Silberpreis steigen, oder der Goldpreis sollte fallen. Eine Gewähr dafür gibt es allerdings selbstverständlich nicht. Wer sich den langfristigen Verlauf der Gold-Silber-Ratio anschaut, stellt fest, dass es mit ihr seit Jahren tendenziell aufwärts geht - von einer Rückkehr zu einem niedriger liegenden Mittelwert ist schon lange nichts mehr zu erkennen.

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