Sonntag, 29. Mai 2016

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Geldanlage 7 bis 11 Prozent Rendite pro Jahr - die Top-Mischfonds der Dekade

Aktien schwanken, Anleihen bringen kaum Zinsen: Mischfonds kombinieren das Beste aus beiden Welten - und erzielen dabei über Jahre gute Ergebnisse

Mischfonds können das Beste aus beiden Welten sein: das Renditepotential von Aktien und die Sicherheit von Anleihen miteinander kombiniert. manager magazin hat zusammen mit dem Analysehaus Feri 359 Fonds durchleuchtet und ein Ranking der Besten erstellt.

Hamburg - Wer sein Geld langfristig anlegen will, steckt in einem Dilemma: Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit bringen nur noch rund 1 Prozent Zinsen pro Jahr, nach Abzug der Inflationsrate sind sie sogar ein Minusgeschäft. Aktien sind gerade nach dem jüngsten Kursrücksetzer durchaus attraktiv bewertet, gemessen an den Unternehmensgewinnen. Doch wer Aktien kauft, muss zwischenzeitlich Verluste von 50 Prozent ertragen können. Für viele Sparer ist der Gedanke unterträglich, die Hälfte ihres Geldes zu verlieren. Deshalb suchen sie nach Möglichkeiten, mit vermindertem Risiko von den Chancen des Aktienmarkts zu profitieren.

Finanzwissenschaftler raten dazu, das Geld mit Hilfe von Indexfonds auf Aktien und Anleihen zu verteilen. Das Problem dabei: Mit dem Anleihe-Teil des Depots dürfte in den kommenden Jahren kaum Geld zu verdienen sein. Unter diesem Problem leiden auch viele Mischfonds-Manager. Die Rendite der meisten Multi-Asset-Portfolios dürfte deshalb in den kommenden Jahren eher zwischen 3 und 5 Prozent liegen als bei den früher angestrebten mehr als 5 Prozent, zeigt eine Studie der Privatbank M.M. Warburg.

Renditen von mehr als 5 Prozent seien künftig nur noch zu erreichen, "wenn temporäre Einbrüche von über 30 Prozent in der Wertentwicklung akzeptiert werden", sagt Warburgs Chefanlagestratege Christian Jasperneite. Wer 6 Prozent Rendite pro Jahr anpeilt, sollte vorübergehend auf 40 Prozent des Kapitals verzichten können. Auch Einbußen von 30 oder 40 Prozent können die meisten Anleger kaum ertragen.

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