Mittwoch, 31. August 2016

Der lange Abstieg des Ex-Dax-Konzerns Kurzarbeit bei K+S

Salzabbau bei K+S: Bei der Produktion fallen Salzabwässer an - und diese dürfen nur begrenzt abgeleitet werden

Trüber Geschäftsausblick, Dax-Abstieg, die Führungskräfte vor Gericht, und jetzt auch noch Kurzarbeit. Der Kasseler Düngemittelhersteller K+S durchlebt schwere Zeiten.

Mangelnde Möglichkeiten zur Salzabwasserentsorgung zwingen den Düngemittel-Hersteller K+S erneut zu Abstrichen bei der Produktion. Ab dem 1. April werde die Kaliproduktion an den Standorten Hattorf und Unterbreizbach des Werra-Werkes vorübergehend eingestellt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Am Standort Wintershall könne diese zunächst noch fortgesetzt werden.

Wie lange genau die Produktion eingestellt wird, konnte ein K+S-Sprecher nicht sagen. Das hänge maßgeblich von den Regenmengen ab. Rund 650 Mitarbeiter an den hessischen Standorten Hattorf und Grube Hattorf-Wintershall sowie etwa 300 Mitarbeiter an den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers werden in Kurzarbeit geschickt. Insgesamt beschäftigt K+S mehr als 14.000 Mitarbeiter.

Dem Kasseler Unternehmen machen die geringen Niederschläge in den vergangenen Wochen und die damit verbundene begrenzte Einleitung von Salzabwässern, die bei der Kaliproduktion anfallen, in die Werra zu schaffen. K+S erhielt vom Regierungspräsidium Kassel zuletzt nur eine Übergangserlaubnis für eine begrenzte Versenkung von Salzabwässern, die Ende 2016 ausläuft.

Das führte bereits im Dezember und Anfang Januar zu zeitweiligen Produktionseinschränkungen des Werra-Werkes. Eine abschließende Entscheidung über den im April 2015 eingereichten Antrag zur geplanten Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 erwartet K+S weiterhin diesen Sommer. K+S-Chef Norbert Steiner muss sich zudem wegen eines laufenden Umweltverfahrens vor Gericht verantworten.

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