Dienstag, 26. März 2019

Verbraucherpreise in Eurozone gestiegen Stärkste Inflation seit fast sechs Jahren

Inflation steigt in Eurozone weiter an

In der Eurozone ist die Inflation im Oktober den zweiten Monat in Folge gestiegen und hat den höchsten Wert seit fast sechs Jahren erreicht. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) seien um 2,2 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit.

Damit bestätigte die Behörde wie von Analysten erwartet eine erste Schätzung von Ende Oktober. Im gemeinsamen Währungsraum ist die Teuerung damit so stark wie seit Dezember 2012 nicht mehr. Im September hatte die Jahresinflationsrate noch bei 2,1 Prozent gelegen und im August bei 2 Prozent. Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise im Oktober um 0,2 Prozent zu.

Ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie sowie Lebens- und Genussmittel fiel die Teuerung im Oktober deutlich schwächer aus. Die sogenannte Kernrate stieg von 0,9 Prozent im Vormonat auf 1,1 Prozent. Auch in dieser Betrachtung wurde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Mit 2,2 Prozent liegt die Gesamtinflation über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an, weil sie bei diesem Niveau die Stabilität der Preise als gewährleistet ansieht.

Das Statistische Bundesamt hatte vor wenigen Tagen bereits gemeldet, dass die Verbraucherpreise in Deutschland im Oktober so stark gestiegen seien wie seit gut zehn Jahren nicht mehr. Das Preisniveau lag um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Haupttreiber waren die steigenden Energiepreise.

dpa-afx

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