Dienstag, 16. Oktober 2018

Leben wird teurer Inflation in Euroland steigt deutlich an

Supermarkt: Lebensmittel haben sich laut Eurostat binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent verteuert

Die Inflation in der Eurozone ist im März deutlich gestiegen. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in einer ersten Schätzung mitteilte, verteuerte sich das Leben für die Verbraucher im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent. Im Februar hatte die Inflationsrate in den 19 Staaten der Währungsunion nur bei 1,1 Prozent gelegen.

Preistreiber waren Lebensmittel, Alkohol und Tabakwaren, die sich binnen eines Jahres um 2,2 Prozent verteuerten. Es folgten Energie (zwei Prozent) und Dienstleistungen (1,5 Prozent). Die Preise für Industriegüter erhöhten sich dagegen nur um 0,2 Prozent.

Damit rückt die Teuerung wieder ein wenig näher an das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent heran. Diesen Wert erachten die Währungshüter als optimal für die Wirtschaft.

Um für eine höhere Inflation zu sorgen, pumpt die EZB bereits seit drei Jahren über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden in das Finanzsystem. Die Transaktionen sollen noch bis mindestens Ende September fortgesetzt werden. Der Leitzins liegt zudem seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

la/dpa/reuters

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