Samstag, 22. September 2018

Urteile im Anlageskandal Banden- und Anlagebetrug - fünf Infinus-Manager verurteilt

Tatort Dresden: In dieser Villa in der sächsischen Hauptstadt residierte die Infinus-Gruppe.
picture alliance / Sebastian Kahnert
Tatort Dresden: In dieser Villa in der sächsischen Hauptstadt residierte die Infinus-Gruppe.

Es ist einer der großen Anlageskandale der vergangenen Jahre: Mit windigen Geldanlagen sollen die Verantwortlichen der Dresdener Infinus-Gruppe mehr als 20.000 Geldanleger um insgesamt mehr als 300 Millionen Euro gebracht haben. schon im November 2013 griffen die Strafverfolger zu, durchsuchten im Rahmen einer Großrazzia Büros und Wohnungen in mehreren Städten in Deutschland und Österreich. Gleich mehrere Führungskräfte des Finanzkonglomerats wurden seinerzeit festgenommen.


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Am heutigen Montag sprach das Landgericht Dresden die Urteile gegen fünf Ex-Manager von Infinus. Alle fünf wurden wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und Kapitalanlagebetrugs zu Freiheitsstrafen verurteilt.

Die zuständige Wirtschaftstrafkammer verhängte gegen den Gründer und die ehemaligen Führungskräfte des größtenteils insolventen Unternehmens Strafen zwischen fünf Jahren und vier Monaten sowie acht Jahren. Ein weiterer früherer Mitarbeiter wurde wegen Beihilfe zu viereinhalb Jahren verurteilt.

Laut Anklage haben die fünf Führungskräfte ein "Schneeballsystem" betrieben, mit zu hohen Renditeversprechen gehandelt und etwa 22.000 Anleger um rund 312 Millionen Euro betrogen. Die Staatsanwaltschaft hatte für sie Freiheitsstrafen zwischen vier Jahren und zehn Monaten sowie acht Jahren gefordert, die Verteidigung wollte Freisprüche.

cr/dpa

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