Donnerstag, 24. Mai 2018

Strecke Berlin-München Prestige-ICE der Bahn fällt aus - Probleme auch andernorts

Testet schon kurz den neuen Schnellzug: Kanzlerin Angela Merkel mit Berlins Bürgermeister Michael Müller (l.) Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz (2 v. r.)
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Testet schon kurz den neuen Schnellzug: Kanzlerin Angela Merkel mit Berlins Bürgermeister Michael Müller (l.) Deutsche-Bahn-Chef Richard Lutz (2 v. r.)

Der neue ICE-Schnellzug der Deutschen Bahn zwischen Berlin und München bereitet erneut Probleme. Doch auch auf anderen Strecken gab es nach der Umstellung auf den neuen Fahrplan Probleme.

Das neue Prestigeprojekt der Deutschen Bahn hat erhebliche Startschwierigkeiten: Auf der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München hat es für Reisende auch zu Wochenbeginn eine unschöne Überraschung gegeben: Der ICE, der um 7.38 Uhr in Berlin starten sollte, fiel laut Online-Fahrplanauskunft aus. Zu den Gründen konnte eine Bahn-Sprecherin noch keine Angaben geben. Die Züge am früheren Morgen fuhren hier planmäßig.

Auch auf anderen Strecken gab es zum Start der ersten Woche mit neuem Fahrplan Probleme. Der Eurocity von Hamburg nach Prag, der um 8.51 Uhr starten sollte, fiel laut Online-Auskunft aus. Auf einer weiteren morgendlichen Verbindung von Hamburg nach Berlin fuhr nur ein Ersatzzug. Ein Zug, der in Berlin in Richtung Hamburg startete, war so voll, dass nicht mehr alle Reisenden mitfahren konnten. Von Berlin nach Hannover hatte ein ICE deutlich weniger Wagen als geplant - und es wurde eine hohe Auslastung erwartet.

Auf der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main fuhren die Züge am Montag wieder. Wie geplant wurde die Hochgeschwindigkeits-Trasse zwischen Köln und Frankfurt am Morgen wieder freigegeben. Auf einigen Abschnitten gab es jedoch noch Geschwindigkeitsbegrenzungen, daher kann es erneut zu Verspätungen kommen. Am Sonntag hatte die Deutsche Bahn die Trasse wegen des Wintereinbruchs gesperrt und die Fernverkehrszüge umgeleitet, damit sie mögliche witterungsbedingte Schäden beheben kann.

Schnellzug hatte zur offiziellen Jungfernfahrt 2 Stunden Verspätung

Rund zehn Milliarden Euro waren in den Neu- und Ausbau der ICE-Strecke zwischen Berlin und München investiert worden. Auf den mit 623 Kilometern zwischen Berlin und München über Erfurt fahren die Züge mit bis zu Tempo 300. Bei der Eröffnungsgala in der Nacht zum Samstag hatte ein Zug mit rund 200 Ehrengästen und Journalisten München wegen diverser Pannen auf der Strecke aber mehr als zwei Stunden zu spät erreicht.

Am Freitagnachmittag waren zuvor zwei ICE-Sonderzüge ohne Verzögerungen im Berliner Hauptbahnhof eingefahren - auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stieg kurz zu. Am Sonntag, dem ersten regulären Betriebstag der neuen Schnellfahrstrecke, hatte sich ein ICE wegen eines technischen Problems stark verspätet.

Eine süße Überraschung gab es für Reisende am Berliner Ostkreuz: Mit dem Fahrplanwechsel wurde dort der neue Regionalbahnsteig am Gleis 1-2 in Betrieb genommen - die Deutsche Bahn feierte diesen Anlass mit dem Verteilen von Schokoladenherzen.

Rei/dpa

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