Samstag, 1. Oktober 2016

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Stresstest der EZB Griechische Großbanken brauchen bis zu 14,4 Milliarden Euro

Beistand von der EZB: Schon im Sommer standen die griechischen Banken vor dem Kollaps. Der Kapitalbedarf von rund 14 Milliarden Euro ist durch das dritte Hilfspaket gedeckt, von den 86 Milliarden Euro Hilfsgeld sind 25 Milliarden für die Banken reserviert

Die vier größten Banken Griechenlands kommen nach Einschätzung der EZB mit den von den Euro-Partnern bereitgestellten Hilfsgeldern nicht aus. Die Alpha Bank, Eurobank, National Bank of Greece (NBG) und Piraeus Bank brauchen zusammen bis zu 14,4 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Samstag in Frankfurt mitteilte.

Dies sei das Ergebnis einer Überprüfung der Vermögenswerte und eines Belastungstests der Kapitaldecke bei einer ungünstigen Entwicklung der griechischen Wirtschaft.

Der Kapitalbedarf fällt damit in etwa so hoch aus wie zuletzt erwartet worden war. Er ist zudem durch das dritte Hilfspaket für das angeschlagene Land gedeckt.

Die Banken haben bis Freitag kommender Woche (6. November) Zeit, um ihre Pläne zur Deckung des Kapitalbedarfs zu veröffentlichen. Das Geld soll aus dem Topf des im Sommer auf den Weg gebrachten dritten Hilfspakets über bis zu 86 Milliarden Euro kommen. Davon sind bis zu 25 Milliarden Euro für die Banken.

Damit das Geld fließen kann, muss Griechenland Reformen umsetzen und in dem konkreten Fall der Banken-Rettung ein Gesetz zur Rekapitalisierung der Institute verabschieden. Dies soll am Samstag geschehen. Eine Zustimmung des Parlaments gilt dabei als sicher.

la/dpa

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