Mittwoch, 28. September 2016

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Google schließt Vergleichsportale Assekuranz atmet auf - Google stellt Vergleichsportale ein

Google stellt seine Seiten zum Vergleich von Finanzprodukten ein

Schon länger befürchtet die Versicherungswirtschaft, Google könnte ihr das Wasser abgraben und selbst Finanzprodukte verkaufen. Auslöser sind Googles Vergleichsportale für Kfz-Versicherungen, Kreditkarten und Hypotheken in den USA und Großbritannien. Diese Portale stellt Google nun ein. Das hat einen einfachen Grund.

Die Versicherungswirtschaft befürchtet schon länger, dass Internetkonzerne wie Google ins Versicherungsgeschäft einsteigen und den traditionellen Unternehmen die Prämie und den Vermittlern die Provision streitig machen könnten.

Schließlich hinterlässt jeder Android-Nutzer Spuren im Internet, kann Google so auf enorme Datenmengen zugreifen und diese auswerten. Für die Produktion und Kalkulation von Versicherungsprodukten ist das ein riesiger Schatz - und gefährlich für die Assekuranz, sollte Google irgendwann auch eigene Policen anbieten, wähnen Versicherungsexperten.

So weit ist es bislang nicht gekommen. Vielleicht auch, weil Versicherer zu zahlungskräftigen Werbekunden des Internetkonzerns zählen. Sei es, dass sie in der Suche ganz oben stehen oder der Internetkonzern zur gegoogelten Reise gleich die passende Reiserücktrittsversicherung einblendet.

Definiert Google seine Rolle also eher als Partner denn als Angreifer der Versicherer und Finanzdienstleister?

Tatsächlich hat Google Anfang vergangenen Jahres in den USA den Vergleichsdienst "Google Compare" für Kfz-Versicherungen gestartet - und damit Spekulationen geschürt, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der Internetkonzern auch Versicherungen verkauft - schließlich veräußert Google in wenigen Einzelfällen über dieses Portal die Policen direkt an den Konsumenten. Und bereits im Jahr 2011 hatte der US-Konzern die britische Vergleichsplattform "BeatThatQuote" für Finanzdienstleistungen übernommen.

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