Montag, 15. Oktober 2018

Fondsriese Blackrock lässt Krypto-Fans träumen Bitcoin springt über 7500 Dollar

Bitcoin im Blick: Die Kurse vieler Krypto-Währungen zogen zu Beginn dieser Woche an, nachdem bekannt wurde, dass sich mit Blackrock die weltgrößte Fondsfirma mit dem Thema beschäftigt.

Einmal mehr sorgt der prominente Name eines institutionellen Investors für Bewegung am Markt für Krypto-Währungen. Blackrock, der weltgrößte Fondsanbieter, schaut sich das Geschäft mit Cyber-Geld und Blockchain an - und lässt sogleich die Kurse steigen. 

Irrationale Kursgewinne, grandiose Abstürze, dazu Hackerattacken, Betrug sowie Aufsichtsbehörden, die das Treiben mit größtem Argwohn verfolgen: Der Markt für Krypto-Währungen ist weit davon entfernt, ein seriöser Teil des Finanzgeschäfts zu sein.

Umso mehr verbessert jede Nachricht die Stimmung im Krypto-Markt, die darauf hinweist, dass sich ernstzunehmende Player des Finanzmarktes mit dem Thema beschäftigen. Im vergangenen Jahr etwa ließ die News, dass zwei Börsen in den USA - die CME Gruppe sowie die CBOE - Future-Kontrakte auf den Bitcoin einführen wollten, die Kurse vieler Krypto-Währungen geradezu abheben.

Ähnliches passierte im Frühjahr 2018: Im Mai berichtete die "New York Times", als erste Wall-Street-Bank stehe Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen davor, in den Handel mit Bitcoin-Futures einzusteigen. Der Kurs des Bitcoin, seit Dezember 2017 eigentlich auf Talfahrt, erhielt dadurch schlagartig Aufwind.

Kein Wunder: Die Zahl der institutionellen Investoren, die ernsthaft am Markt für Krypto-Währungen mitmischen, ist noch sehr überschaubar. Viele in dem Nischenmarkt hofften offenbar auf die traditionelle Frontrunner-Rolle, die Goldman in der New Yorker Bankenwelt seit jeher innehat. "Das ist es, was viele Banken machen", sagte seinerzeit jedenfalls ein Manager der einschlägigen Investmentfirma Blockchain Capital dem US-Sender CNBC: "Sie folgen dem, was Goldman macht."

Nun ist es wieder soweit: Erneut beschäftigt sich eine prominente Finanzadresse mit dem Krypto-Thema - und schon gehen die Preise der Währungen wieder nach oben. Um mehr als 5 Prozent stieg etwa spontan der Preis des Bitcoin, der mit einer Marktkapitalisierung von 115 Milliarden Dollar bedeutendsten Krypto-Währung, seit am Montag bekannt wurde, dass die Fondsgesellschaft Blackrock in einer Arbeitsgruppe die Themen Krypto-Währungen sowie Blockchain untersucht. Am Mittwoch setzte sich die Rallye fort, so dass ein Bitcoin laut Bloomberg erstmals seit einem Monat wieder mehr als 7500 Dollar kostete. Weitere Cyber-Gelder wie Ethereum oder Ripple verbuchten ebenfalls Gewinne.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH